Immer mehr psychiatrische Behandlungen im NRW-Strafvollzug6. August 2026 Symbolbild © lettas/stock.adobe.com Rund 30 Prozent der Gefangenen im NRW-Strafvollzug leiden unter psychiatrischen Erkrankungen – die häufigste Diagnose: Sucht. Die Zahl derstationären Behandlungen steigt. Die Zahl der stationären Behandlungen von Gefangenen mit psychiatrischen Erkrankungen imnordrhein-westfälischen Strafvollzug hat sich in den vergangenen Jahren in etwa vervierfacht. Gab es 2021 noch 69 Behandlungen, stieg die Zahl bis 2025 auf 288. Das geht aus der Antwort des Justizministeriums auf eine kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor. Die häufigste psychiatrische Diagnose im Strafvollzug waren Suchterkrankungen, gefolgt von affektive Erkrankungen wie Depressionen sowie Schizophrenien. Der Anteil von Gefangenen mitpsychiatrischer Diagnose lag nach früheren Angaben des Ministeriums in den vergangenen fünf Jahren stets bei rund 30 Prozent von rund 14.000 Gefangenen. Davon entfiel im Schnitt ein Anteil von knapp 80 Prozent auf eine Suchterkrankung. Ein Viertel der Planstellen für Psychologen unbesetzt Zum 1. Januar 2026 standen im NRW-Strafvollzug 231 Planstellen für Psychologen und Psychologinnen zur Verfügung. Knapp ein Viertel davon war den Angaben zufolge unbesetzt. Die medizinischen Kosten pro Gefangenem pro Tag lagen 2025 bei 14,37 Euro. Das waren 1,59 Euro mehr als 2021. Die medizinische Versorgung von Gefangenen im NRW-Strafvollzug erfolgt außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung und wird aus Steuermitteln finanziert. An denKosten für zahnprothetische Leistungen werden Gefangene im Umfang der Beteiligung vergleichbarer gesetzlich Versicherter beteiligt.
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