Impfung nach Erholung von COVID-19 reduziert Infektionsrisiko

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In einer vom Rhode Island Department of Health (USA) geförderten Studie hat sich gezeigt, dass nach einer Genesung von COVID-19 das Risiko für eine erneute SARS-CoV-2-Infektion bei Personen, die sich nicht hatten impfen lassen, relativ hoch war.

Die Autoren griffen auf landesweite Überwachungsdaten des US-Bundesstaates Rhode Island zu COVID-19-Impfungen, im Labor bestätigten Fällen, Krankenhausaufenthalten und Todesfällen aus dem Zeitraum 01.03.2020–09.12.2021 zurück, um damit eine bevölkerungsbezogene, retrospektive Studie für Zeiten zu erstellen, in denen Wildtyp-, Alpha- und Delta-Stämme von SARS-CoV-2 vorherrschend waren.

Zu den Teilnehmern gehörten Einwohner von Rhode Island im Alter ≥12 Jahren, bei denen zuvor COVID-19 diagnostiziert worden war und die zum Zeitpunkt der Erstinfektion nicht geimpft waren. Diese Personen stratifizierten die Forschenden in 3 Subpopulationen: Bewohner von Langzeitpflegeeinrichtungen (LTCC), LTCC-Mitarbeiter und die Allgemeinbevölkerung (als Personen, die mit keinen Orten in Zusammenhang stehen, an denen sich viele Menschen versammeln).

Der Hauptendpunkt bestand in einer erneuten SARS-CoV-2-Infektion nach überstandener COVID-19-Erkrankung, definiert als ein im Labor bestätigtes positives Ergebnis einer Polymerase-Kettenreaktion (PCR) oder eines Antigen-Tests ≥90 Tage nach dem 1. im Labor bestätigten positiven Ergebnis einer PCR oder eines Antigen-Tests.

Insgesamt 3124 LTCC-Bewohner (medianes Alter 81 Jahre; Interquartilbereich [IQR] 71–89; 1675 [53,6%] Frauen) sowie 2877 LTCC-Mitarbeiter (medianes Alter 41 Jahre; IQR 30–53; 2186 [76,0%] Frauen) und 94.516 Personen aus der Allgemeinbevölkerung (medianes Alter 35 Jahre; IQR 24–52; 45.030 [47,6%] Frauen) erfüllten die Auswahlkriterien.

Die Wahrscheinlichkeit für eine Re-Infektion nach 9 Monaten lag für Personen, die nach der Genesung von einer vorangegangenen COVID-19-Erkrankung ungeimpft blieben, bei 13,0% (95%-KI 12,0–14,0) unter LTCC-Bewohnern, bei 10,0% (95%-KI 8,8–11,5) unter den LTCC-Mitarbeitern und bei 1,9% (95%-KI 1,8–2,0) in der Allgemeinbevölkerung.

Der Abschluss einer Grundimmunisierungsserie (definiert als 14 Tage nach der 2. Dosis eines mRNA-Impfstoffes oder 1 Dosis eines Vektorvirus-Impfstoffes) nach der Infektion war – nach Berücksichtigung potenzieller soziodemografischer und klinischer Störfaktoren und Schwankungen der Infektionsraten – mit einem Schutz vor einer erneuten Infektion von 49% (95%-KI 27–65) bei LTCC-Bewohnern, 47% (95%-KI 19–65) bei LTCC-Mitarbeitern und 62% (95%-KI 56–68) in der Allgemeinbevölkerung verbunden.

Fazit
Eine Impfung nach überstandener COVID-19-Erkrankung war den Ergebnissen zufolge mit einer Reduzierung des Risikos für eine Re-Infektion um etwa die Hälfte verbunden. (ac)

Autoren: Lewis N et al.
Korrespondenz: Joseph W. Hogan; [email protected]
Studie: Effectiveness Associated With Vaccination After COVID-19 Recovery in Preventing Reinfection
Quelle: JAMA Netw Open 2022;5(7):e2223917.
Web: https://doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2022.23917