Infarktschutz mit Manschette und HDL29. November 2018 Foto: © Henrik Dolle – fotolia.com Neue therapeutische Ansätze beim Herzinfarkt untersucht der Sonderforschungsbereich 1116 („Master Switches bei kardialer Ischämie“), den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) nun bis 2022 verlängert hat. Kooperationspartner sind die Universität Düsseldorf, die Universität Duisburg-Essen (UDE) sowie Leibniz-Institute in Düsseldorf und Dortmund. Es geht um Effektormechanismen, die während und kurz nach dem Herzinfarkt wichtige Weichen für den weiteren klinischen Verlauf stellen. Zwei SFB-Projekte sind am Institut für Pathophysiologie der Medizinischen Fakultät der UDE angesiedelt. Sie werden für die nächsten vier Jahre mit insgesamt 1,8 Mio. Euro gefördert und von Prof. Gerd Heusch, Prof. Petra Kleinbongard und Prof. Bodo Levkau geleitet. Sie untersuchen, wie das Herz während und nach dem Infarkt geschützt werden kann, indem ein molekulares Schutzprogramm aktiviert wird. „Dies gelingt bereits durch einfaches Aufblasen und Ablassen einer Blutdruckmanschette am Arm oder Bein”, so Heusch. „In Folge dessen wird nicht nur der Herzmuskel weniger geschädigt, es sinkt auch die Sterblichkeit der Patienten.“ Die Signalübertragung einer solchen herzfernen Konditionierung wird nun ebenso experimentell weiter erforscht wie der Infarktschutz durch Bestandteile des „guten Cholesterins“ im Blut, das High Density Lipoprotein HDL. Levkau untersucht, wie das entzündungshemmende HDL in Reinform als Herzmedikament eingesetzt werden kann. Dies wäre ein neuer Therapieansatz, der auf der seit Jahrzehnten bekannten Schutzwirkung des HDL aufbaut. Weitere Informationen: http://www.sfb1116.hhu.de/de.html
Mehr erfahren zu: "Angeborener Herzfehler: Fragebögen machen Belastungen im Alltag sichtbar" Angeborener Herzfehler: Fragebögen machen Belastungen im Alltag sichtbar Häufige Kontrolltermine, Unsicherheiten vor Eingriffen und Sorgen um Schule oder Entwicklung belasten viele Familien mit einem Kind mit angeborenem Herzfehler deutlich. Das zeigt eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Freiburg.
Mehr erfahren zu: "Glyphosat-Streit drückt Bayer noch tiefer in die Verlustzone" Glyphosat-Streit drückt Bayer noch tiefer in die Verlustzone Acht Jahre ist es her, da schluckte Bayer den langjährigen US-Konkurrenten Monsanto. Finanziell war das eine bittere Pille: Rechtsstreitigkeiten zu Glyphosat lasten noch immer schwer auf dem Konzern.
Mehr erfahren zu: "Italien nimmt Abschied von Jungen mit kaputtem Spenderherz" Italien nimmt Abschied von Jungen mit kaputtem Spenderherz Das Schicksal des kleinen Domenico bewegte Menschen weit über Italien hinaus. Zu seiner Beerdigung kamen mehrere Tausend Menschen. Inzwischen ermittelt die Staatanwaltschaft gegen mehrere Mediziner und Sanitäter.