InfectoGnostics startet neues Datenanalyse-Projekt „AVATAR“28. November 2022 Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (r.) überreicht InfectoGnostics-Geschäftsführer Jens Hellwage einen symbolischen Scheck für die Landesförderung als Innovationscluster Foto: Christian Döring/InfectoGnostics InfectoGnostics soll als offizielles Innovationscluster des Freistaats Thüringen Diagnostik und Biotechnologie voranbringen. Außerdem gibt es eine Förderung für das Projekt „AVATAR“, das sich mit neuen Ansätzen zur Anonymisierung und Analyse von Patientendaten beschäftigen wird. Der InfectoGnostics Forschungscampus Jena ist nun auch offiziell ein Innovationscluster Thüringens: Einen symbolischen Scheck in Höhe von 463.108 Euro überreichte Wolfgang Tiefensee, der Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft während der weltgrößten Messe der Medizinbranche, MEDICA, in Düsseldorf. In einer kurzen Rede beim Abendempfang am Thüringer Messestand lobte Minister Tiefensee die enge, interdisziplinäre und für Thüringen charakteristische Zusammenarbeit zwischen Forschung, Industrie und Medizin, für die insbesondere der InfectoGnostics Forschungscampus als öffentlich-private Partnerschaft für Diagnostik steht. Die Zuwendung ist ein anteiliger Zuschuss des Landes und wurde im Rahmen der Richtlinie zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) vergeben. Nachdem InfectoGnostics bislang vor allem lokal in Jena dieses Erfolgsmodell etabliert hat, soll die Förderung des Landes auch vermehrt landes- und bundesweite Aktivitäten im Bereich der Diagnostik und Biotechnologie stützen. „Als Innovationscluster können wir künftig kleine und mittelständische Unternehmen noch besser mit Forschung und Klinik vernetzen und in ganz Thüringen neue Kooperationsprojekte und Produktentwicklungen voranbringen. Unser Ziel ist es, modernste Technologien schneller zum Patienten zu bringen und Thüringen weiter als international bedeutsamen und attraktiven Standort für Innovationen zu stärken“, erläutert der InfectoGnostics-Vorstandssprecher Prof. Jürgen Popp. Neues Projekt AVATAR widmet sich der Anonymisierung von Patientendaten Die Ausweitung der Forschungsaktivitäten in Thüringen spiegelt sich auch bereits in einem ersten neuen Projekt wider. Unter Beteiligung von InfectoGnostics startete im November das neue Projekt AVATAR, das sich der „Anonymisierung persönlicher Gesundheitsdaten durch Erzeugung digitaler Avatare in Medizin und Pflege“ widmet. Das AVATAR-Konsortium vereint 18 Partner aus Industrie und Forschung (davon 17 aus Thüringen), um völlig neue Ansätze zur Anonymisierung personenbezogener Gesundheitsdaten zu entwickeln. Gefördert wird das Vorhaben über drei Jahre durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Im Projekt AVATAR werden dezentral erhobene Gesundheitsdaten zusammen¬geführt und als digitale „Avatare“ – eine Art computergenerierter, anonymer Datenzwilling – für die Forschung und Entwicklung zugänglich gemacht. Dazu werden verschiedene Methoden der Datenerhebung und Anonymisierung entwickelt und in einem Reallabor erprobt. InfectoGnostics wird insbesondere die geschützte Erhebung und Verarbeitung diagnostischer Daten in der Infektionsmedizin erforschen und darüber hinaus die in AVATAR erarbeiteten Verfahren anhand von Best-Practice-Beispielen praxisnah an potentielle Datenspender und Nutzer im klinischen Bereich vermitteln.
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