Infektionen mit Clostridium difficile: Erhöhtes Risiko bei Magensäurehemmung

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Studien deuten an, dass die Einnahme magensäurehemmender Medikamente das Risiko für Clostridium-difficile-Infektionen (CDI) – der häufigsten Ursache für Diarrhoe im Krankenhaus – erhöhen könnte. Insbesondere rezidivierende CDI stellen ein großes Problem dar. Ihre potenzielle Assoziation mit der Anwendung von Protonenpumpeninhibitoren (PPI) oder Histamin-H2-Blockern wurde in einer Metaanalyse von 16 Observationsstudien mit insgesamt 7703 Patienten mit primärer CDI untersucht.

Ein CDI-Rezidiv entwickelten 1525 Patienten (19,8 %). Bei Patienten, die mit Säurehemmern behandelt wurden, lag die Rezidivrate bei 22,1 % (892 von 4038 Patienten). Von den Patienten ohne Magensäurehemmung entwickelten 17,3 % (633 von 3665) ein CDI-Rezidiv. Das Rezidivrisiko war mit Magensäurehemmung um 52 % erhöht (OR 1,52 [95 %-KI 1,20–1,94]; p<0,001). Die Autoren der Metaanalyse merken an, dass die Studien eine signi-fikante Heterogenität aufgewiesen hätten (I2=64 %).

Subgruppenanalysen, die um das Alter und potenzielle Störfaktoren adjustierten, bestätigten ein erhöhtes Risiko für rezidivierende CDI bei Anwendung von säurehemmenden Medikamenten (OR 1,38 [95 %-KI 1,08–1,76]; p=0,02). Die Autoren der Mayo Clinic in Rochester, USA, schlussfolgern, dass die Metaanalyse von Observationsstudien dafür spreche, dass Patienten, die magensäurehemmende Medikamente erhalten, ein erhöhtes Risiko für rezidivierende CDI aufweisen. Zwar müssten diese Daten aufgrund des beobachtenden Charakters der einzelnen Studien mit Vorsicht interpretiert werden, doch es könnte vernünftig sein, die Notwendigkeit dieser Medikamente bei Patienten mit CDI zu reevaluieren.

Autoren: Tariq R et al.
Korrespondenz: Division of Gastroenterology and Hepatology, Mayo Clinic, Rochester, Minnesota, USA
Studie: Association of Gastric Acid Suppression With Recurrent Clostridium difficile Infection: A Systematic Review and Meta-analysis
Quelle: JAMA Intern Med 2017 Jun 1;177(6):784–791.
Web: jamanetwork.com/journals/jama-internalmedicine

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