Internationale Auszeichnung für Jenaer Schmerzmediziner5. März 2020 Das am UKJ koordinierte Schmerzregister PAIN OUT erfasst die Qualität der Schmerzbehandlung nach Operationen. (Foto: Michael Szabó/UKJ) Die Amerikanische Akademie für Schmerzmedizin ehrt Prof. Winfried Meißner für die Etablierung des internationalen Schmerzregisters PAIN OUT mit dem Robert G. Addison-Award. Das am Universitätsklinikum Jena (UKJ) koordinierte Schmerzregister PAIN OUT erfasst neben den klinischen Behandlungsdaten die Qualität der Schmerzbehandlung nach Operationen aus Patientensicht. Der standardisierte Fragebogen dafür steht inzwischen in mehr als 20 Sprachen zur Verfügung, 125 Kliniken in 25 Ländern beteiligen sich an dem Qualitätsnetzwerk, dazu zählen circa 130 Kliniken in Deutschland. Sie erhalten online eine Rückmeldung, können im Zeitverlauf oder mit anderen, anonymisierten Kliniken verglichen werden und bei schwierigen Therapieentscheidungen von den Erfahrungen in ähnlichen Fällen profitieren. „Solche Register sind ein wichtiges Element der Versorgungsforschung. Sie können die Versorgungsrealität abbilden und helfen, sie zu verbessern“, betont Prof. Winfried Meißner. Prof. Winfried Meißner erhielt den Robert G. Addison-Award der Amerikanischen Akademie für Schmerzmedizin. (Foto: Anna Schroll/UKJ) Zusammen mit seiner Arbeitsgruppe baute der Leiter der Sektion Schmerztherapie das PAIN-OUT-Register und das deutsche Vorläuferprojekt QUIPS auf, beide umfassen mehr als 650.000 Daten, die in bislang mehr als 80 Fachartikeln ausgewertet wurden. Die Jenaer Schmerzmediziner und Registerexperten bringen ihre Erfahrung in nationale und europaweite Verbünde der Schmerzversorgungsforschung ein. Meissner: „Mit den Registerprojekten wollen wir zur Verbesserung der Behandlungsqualität in der Schmerzmedizin beitragen. Über die Anerkennung unserer Arbeit mit dem renommierten Robert G. Addison-Award freuen wir uns sehr.“ Der nach dem ehemaligen Akademie-Präsidenten benannte Preis wurde in der vergangenen Woche in National Harbor, Maryland, auf der Jahrestagung der amerikanischen Fachgesellschaft für Schmerzmedizin (AAPM) an insgesamt drei Preisträger überreicht, die Pionierarbeit beim Aufbau spezieller Schmerzregister geleistet haben. Mit dem Preis würdigt die Akademie insbesondere Verdienste um eine bessere internationale Zusammenarbeit im Bereich der Schmerzmedizin.
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