Invasive Resterkrankung nach neoadjuvanter Therapie: Trastuzumab-Emtansin verbessert invasives krankheitsfreies und Gesamtüberleben2. Juni 2025 Foto: © InsideCreativeHouse/stock.adobe.com Bei Patientinnen mit einem HER2+ frühen Mammakarzinom, die nach neoadjuvanter Therapie keine pathologische Komplettremission (pCR) erreicht haben, kann Trastuzumab-Emtansin (T-DM1) in der postneoadjuvanten Situation das mediane Gesamtüberleben (OS) um 4,7 Prozent verbessern. Das zeigt die KATHERINE-Studie, über deren finale Analyse des Überlebens ohne invasive Erkrankung (iDFS) und die zweite Interimsanalyse des OS jetzt berichtet wurde. In der Studie wurde T-DM1 bei Patientinnen mit HER2+ frühem Brustkrebs und verbleibender invasiver Erkrankung nach neoadjuvanter Therapie untersucht. Diese Patientinnen tragen ein hohes Risiko für ein Rezidiv und Tod, weshalb eine effektive adjuvante Behandlung von entscheidender Bedeutung ist. Die primäre Analyse hatte gezeigt, dass adjuvantes T-DM1 das Risiko für invasive Erkrankung oder Tod im Vergleich zu Trastuzumab um 50 Prozent senkt. Die Patientinnen mit verbleibender Erkrankung in Brust oder Axilla wurden nach neoadjuvanter Behandlung mit einer taxanbasierten Chemotherapie und Trastuzumab entweder mit 14 Zyklen T-DM1 oder mit Trastuzumab behandelt. Mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 8,4 Jahren zeigte sich, dass T-DM1 weiterhin eine signifikante Verbesserung des iDFS gegenüber Trastuzumab erzielte (unstratifizierte Hazard Ratio [HR] für invasive Erkrankung oder Tod: 0,54; 95 %-KI 0,44–0,66). Das 7-Jahres-iDFS lag bei 80,8 Prozent in der T-DM1-Gruppe und bei 67,1 Prozent in der Trastuzumab-Gruppe (Differenz: 13,7 Prozentpunkte). Darüber hinaus war das Risiko für Tod in der T-DM1-Gruppe signifikant niedriger als in der Trastuzumab-Gruppe (unstratifizierte HR 0,66; 95 %-KI 0,51–0,87; p=0,003). Das OS über sieben Jahre betrug 89,1 Prozent mit T-DM1 und 84,4 Prozent mit Trastuzumab (Differenz: 4,7 Prozentpunkte). Schwere unerwünschte Ereignisse (≥Grad 3) traten bei 26,1 Prozent der Patientinnen in der T-DM1-Gruppe und bei 15,7 Prozent in der Trastuzumab-Gruppe auf. (nec)
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