Jena: Neuer Qualitätsvertrag für die Versorgung chronischer Schmerzpatienten17. November 2025 Das Universitätsklinikum Jena hat mit Barmer und Techniker Krankenkasse einen Qualitätsvertrag zur Behandlung chronischer Schmerzen geschlossen. (Foto: ©UKJ) Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Jena (UKJ) wollen Barmer und Techniker Krankenkasse (TK) die Behandlung und Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen in Thüringen verbessern. Dazu haben die beiden Kassen mit dem UKJ einen Qualitätsvertrag geschlossen, wie die Klinik kürzlich bekannt gab. Die Behandlung im Rahmen des Qualitätsvertrags erfolgt tagesklinisch oder vollstationär über sieben bis 28 Tage. Bislang steht das umfangreichere Behandlungskonzept am UKJ nur Versicherten von Barmer und TK zur Verfügung. „Wir können den Schmerzerkrankten dadurch umfangreichere und zielgerichtete Therapien ermöglichen und den Austausch unter den beteiligten Fachdisziplinen Rheuma-, Physio- und Psychotherapie intensivieren. Das kommt den Patientinnen und Patienten zu Gute und steigert die Behandlungsqualität“, sagt apl. Prof. Winfried Meißner, Leiter der Schmerztagesklinik am UKJ. In Thüringen ist die Rate der an chronischem Schmerz Leidenden am höchsten. Laut Daten der Barmer sind etwa 9,3 Prozent der Bevölkerung betroffen. Bundesweit liegt die Rate lediglich bei 6,1 Prozent. Die Dunkelziffern dürften weit höher liegen, da nicht alle Schmerzgeplagten Arztpraxen oder Kliniken aufsuchen. Plus an Lebensqualität für Schmerzgeplagte in Thüringen „Mit den zusätzlich zur Regelversorgung vereinbarten Leistungen wird die medizinische Versorgung von Schmerzpatientinnen und -patienten gezielt gestärkt. Die erfolgreiche Behandlung soll Betroffenen ein deutliches Plus an Lebensqualität bringen. Im Idealfall können sie dadurch auch weiterhin ihren Beruf ausüben und in vollem Umfang am gesellschaftlichen Leben teilhaben“, sagt Robert Büssow, Landesgeschäftsführer der Barmer in Thüringen. „Es ist ein gutes Zeichen für die Gesundheitsversorgung der Menschen in Thüringen, dass eine der bisher 13 bundesweit am Vertrag teilnehmenden Kliniken das UKJ ist. Mit dem neuen Vertrag kann die Uniklinik in Jena unsere Versicherten noch intensiver und individueller behandeln. Mehr Patientinnen und Patienten im Freistaat sollen so ihre Therapieziele erreichen. Das kann zum Beispiel sein, körperliche Schwächen abzubauen und Bewegungsängste zu verringern oder zu beseitigen“, sagt Guido Dressel, Leiter der TK-Landesvertretung Thüringen.
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