Kamele im One-Health Fokus26. August 2026 Foto: Pamela Burger Im Unterschied zu anderen Nutztieren können Kamele eine lange Zeit ohne Wasser auskommen. Auch fressen die genügsamen Tiere verdorrte Pflanzen. Das macht sie in Zeiten des Klimawamdels interessant. Ein frei zugänglicher Sammelband stellt Kamele nun ins Zentrum des One-Health-Ansatzes. Mitherausgeberin Pamela Burger vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie zeigt mit einem internationalen Team, wie Kamele in Trockengebieten Leben sichern. Der Band schlägt den Bogen von Zoonosen-Prävention und Tiergesundheit bis zu nachhaltiger Milch- und Fleischproduktion, Naturschutz und biomedizinischen Anwendungen. Er bietet eine interdisziplinäre Bestandsaufnahme zur Bedeutung der Kamele in einer sich rasch wandelnden Welt – konsequent durch die Linse von One Health. Im Fokus steht, wie diese angepassten Tiere zur Gesundheit von Gemeinschaften, zur Nachhaltigkeit von Lebensmittelsystemen und zur Resilienz gegenüber dem Klimawandel beitragen. Die Beiträge reichen von Genetik und Genomik über Produktionssysteme bis zu zoonotischen Erkrankungen wie MERS, antimikrobieller Resistenz, Klimaanpassung und Naturschutz. Zugleich wird deutlich, wie Kamele durch ihre Physiologie neue biomedizinische Anwendungen inspirieren – etwa Nanobodies und genetische Innovationen. Das Buch schlägt eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis und entwirft eine evidenzbasierte Roadmap für eine „kamel-inklusive“ Entwicklung. Es adressiert globale Herausforderungen wie Ernährungssicherheit, Zoonosenkontrolle, verantwortungsvollen Antibiotikaeinsatz und Klimaanpassung. Außerdem ordnet er die kulturelle wie wirtschaftliche Bedeutung der Kamele in ariden Regionen Afrikas, des Nahen Ostens und Asiens neu. Als Open-Access-Publikation macht der Band aktuelle Erkenntnisse zu Kamelgesundheit, Produktivität und ökologischem Einfluss breit zugänglich. Und er zeigt, warum Kamele für nachhaltige Entwicklung und die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt zentral sind.
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