Kardiologie am Universitätsklinikum Leipzig als renales Denervationszentrum zertifiziert

Oberärztin Ulrike Rudolph freut sich über die Zertifizierung zum renalen Dernervationszentraum. Foto: ©UKL/Stefan Straube

Als zweites Zentrum in den ostdeutschen Bundesländern ist die Klinik und Poliklinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) erfolgreich als „Zentrum für renale Denervation“ zertifiziert worden.

Das gab das UKL jüngst bekannt. In Deutschland gibt es derzeit zwölf zertifizierte Zentren für renale Denervation.

Die Verödung der aktiven Nervenfasern, die rund um die Nierenarterien liegen und zu den hohen Blutdruckwerten beitragen, wird in einem minimalinvasiven Katheterverfahren bei Patientinnen und Patienten mit einer therapieresistenten arteriellen Hypertonie durchgeführt. Denn bei circa 20 Prozent der Hypertonikerinnen und Hypertoniker lasse sich der Blutdruck-Zielbereich von kleiner oder gleich 130/80 mmHg auch mit der Kombination mehrerer Wirkstoffe nicht erreichen, beschreibt Dr. Ulrike Rudolph die Grenzen der bisher möglichen Behandlung. Genau diese Patientinnen und Patienten betreut die Oberärztin der kardiologischen Klinik und Poliklinik am UKL in ihrer Hypertonie-Sprechstunde. Bei vielen Betroffenen lasse sich der Blutdruck mit der renalen Denervation langfristig besser senken, so Rudolph. Der Eingriff sei nur einmal nötig und müsse nicht wiederholt werden.

„Seit etlichen Jahren forschen wir zu diesem Thema und können auf einen breiten Erfahrungsschatz blicken“, ergänzt Klinikdirektor Prof. Ulrich Laufs. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit nun zur Zertifizierung unseres Zentrums durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, die Deutsche Hochdruckliga, die Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention und die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie geführt hat.“

Im interdisziplinären Zentrum des UKL würden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Kardiologie zum Beispiel mit der Angiologie, der Radiologie, der Nephrologie und auch der Pneumologie zusammenarbeiten, obwohl letzteres noch nicht einmal zwingend vorgeschrieben sei, betont das Universitätsklinikum. Wer zertifiziert werden möchte, muss die ständige Verfügbarkeit von Ultraschall, internistischer Intensivmedizin oder auch MRT- und CT-Untersuchungen nachweisen können.