Kardiologie am Universitätsklinikum Leipzig als renales Denervationszentrum zertifiziert19. Februar 2024 Oberärztin Ulrike Rudolph freut sich über die Zertifizierung zum renalen Dernervationszentraum. Foto: ©UKL/Stefan Straube Als zweites Zentrum in den ostdeutschen Bundesländern ist die Klinik und Poliklinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) erfolgreich als „Zentrum für renale Denervation“ zertifiziert worden. Das gab das UKL jüngst bekannt. In Deutschland gibt es derzeit zwölf zertifizierte Zentren für renale Denervation. Die Verödung der aktiven Nervenfasern, die rund um die Nierenarterien liegen und zu den hohen Blutdruckwerten beitragen, wird in einem minimalinvasiven Katheterverfahren bei Patientinnen und Patienten mit einer therapieresistenten arteriellen Hypertonie durchgeführt. Denn bei circa 20 Prozent der Hypertonikerinnen und Hypertoniker lasse sich der Blutdruck-Zielbereich von kleiner oder gleich 130/80 mmHg auch mit der Kombination mehrerer Wirkstoffe nicht erreichen, beschreibt Dr. Ulrike Rudolph die Grenzen der bisher möglichen Behandlung. Genau diese Patientinnen und Patienten betreut die Oberärztin der kardiologischen Klinik und Poliklinik am UKL in ihrer Hypertonie-Sprechstunde. Bei vielen Betroffenen lasse sich der Blutdruck mit der renalen Denervation langfristig besser senken, so Rudolph. Der Eingriff sei nur einmal nötig und müsse nicht wiederholt werden. „Seit etlichen Jahren forschen wir zu diesem Thema und können auf einen breiten Erfahrungsschatz blicken“, ergänzt Klinikdirektor Prof. Ulrich Laufs. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit nun zur Zertifizierung unseres Zentrums durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, die Deutsche Hochdruckliga, die Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention und die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie geführt hat.“ Im interdisziplinären Zentrum des UKL würden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Kardiologie zum Beispiel mit der Angiologie, der Radiologie, der Nephrologie und auch der Pneumologie zusammenarbeiten, obwohl letzteres noch nicht einmal zwingend vorgeschrieben sei, betont das Universitätsklinikum. Wer zertifiziert werden möchte, muss die ständige Verfügbarkeit von Ultraschall, internistischer Intensivmedizin oder auch MRT- und CT-Untersuchungen nachweisen können.
Mehr erfahren zu: "Herzmuskelerkrankungen im Magnetfeld erkennen" Herzmuskelerkrankungen im Magnetfeld erkennen Die MagMa-Studie des Deutschen Herzzentrums der Charité zeigt erstmals prospektiv, dass die strahlungsfreie Magnetokardiographie Erkrankungen des Herzmuskels mit hoher Genauigkeit erkennen und die weitere Diagnostik gezielter steuern könnte.
Mehr erfahren zu: "Mehrheit der Medizinstudierenden in Sachsen offen für Niederlassung" Mehrheit der Medizinstudierenden in Sachsen offen für Niederlassung Viele Medizinstudierende in Sachsen können sich eine eigene Praxis vorstellen – auch auf dem Land. Welche für sie dabei besonders wichtige Bedienungen für eine Niederlassung sind, zeigt eine Umfrage.
Mehr erfahren zu: "Umstrittene Investments: Krankenkassen beklagen Millionenverluste" Umstrittene Investments: Krankenkassen beklagen Millionenverluste Wenn Krankenkassen Geld anlegen, müssen Verluste laut Gesetz ausgeschlossen erscheinen. In vielen Fällen haben Investments in fragwürdige Anlagen offenbar jedoch zu Totalausfällen von Millionensummen geführt. Das Geld stammt von Versicherten.