Keine negativen Effekte auf Peritonealzytologien und Überleben: Hysteroskopie beim Endometriumkarzinom ist sicher

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Eine Hysteroskopie führt bei Patientinnen mit Endometriumkarzinom nicht zu einer intraperitonealen Tumorzellaussaat. Weder das Auftreten positiver Peritonealzytologien
(PPC) noch das krankheitsfreies Überleben oder das Gesamtüberleben werden dadurch nachteilig beeinflusst.

Das geht aus einer systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse im „European Journal of Obstetrics & Gynecology and Reproductive Biology“ hervor. Eingeschlossen waren Publikationen bis April 2025. Für das Auftreten von PPC ergab sich kein signifikanter Unterschied zwischen Hysteroskopie- und Kontrollgruppen – weder in retrospektiven/prospektiven Studien (p=0,13) noch in randomisiert-kontrollierten Studien (p=0,61).

In zwölf Arbeiten mit Daten zum krankheitsfreien Überleben zeigte die gepoolte Analyse keinen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen (RR 0,88; 95 %-Konfidenzintervall [KI] 0,75–1,05; p=0,16). Die Heterogenität war moderat bis hoch (I2 = 76 %), vermutlich bedingt durch Unterschiede in Nachbeobachtungszeit, Stadieneinteilung und Therapieschemata. Neun Studien berichteten Daten zum Gesamtüberleben, das gepoolte RR betrug 0,99 (95 %-KI 0,83–1,18; p=0,90) – ebenfalls ohne signifikanten Unterschied.

Empfehlung für künftige Studien

Trotz hoher Heterogenität (I2= 85 %) waren die Ergebnisse über die Studien hinweg konsistent. Die Hysteroskopie beeinflusse PPC, krankheitsfreies Überleben und Gesamtüberleben beim Endometriumkarzinom nicht negativ und könne damit als onkologisch sicher gelten, so die Autoren um Dr. Laura Pivazyan vom Nationalen Medizinischen Forschungszentrum für Geburtshilfe, Gynäkologie und Perinatologie in Moskau (Russland).

Künftige Untersuchungen sollten die Ergebnisse nach Tumorsubtypen stratifizieren und standardisierte Protokolle für die Hysteroskopie implementieren, etwa eine definierte Untersuchungsdauer und ein festgelegter intrauteriner Spülflüssigkeitsdruck.

(nec)