Schwangerschaft gibt Hinweise auf spätere Herzgesundheit21. Mai 2026 Symbolbild © Maksym/stock.adobe.com Deutsche Hochdruckliga und BVF informieren zum „Welt-Präeklampsie-Tag“ am 22. Mai: Wie der Körper einer Frau auf eine Schwangerschaft reagiert, kann ein Hinweis auf ihre spätere Herzgesundheit sein. Anlässlich des Welt-Präeklampsie-Tages am 22. Mai 2026 rücken die Deutsche Hochdruckliga (DHL) und der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e. V. (BVF) hypertensive Erkrankungen in der Schwangerschaft in den Fokus. Ihre gemeinsame Botschaft: Schwangere mit Bluthochdruck sollten konsequent behandelt und engmaschig betreut werden. Bluthochdruck in der Schwangerschaft als Warnsignal Für den Körper einer Frau ist eine Schwangerschaft mit einer dauerhaften Ausdauerbelastung vergleichbar: Sie wirkt wie ein natürlicher Belastungstest für das Herz-Kreislauf-System. Bluthochdruck in dieser Phase ist daher ein wichtiges Warnsignal. Liegen die Blutdruckwerte dauerhaft über 140/90 mmHg, empfehlen aktuelle Leitlinien eine medikamentöse Behandlung. Frauen mit dieser Vorgeschichte haben später im Leben ein zwei- bis siebenfach erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzschwäche, verengte Herzkranzgefäße oder Schlaganfälle. Die Erkenntnisse aus der Schwangerschaft liefern damit einen wichtigen Baustein für die langfristige Gesundheitsvorsorge. „Bluthochdruck betrifft etwa fünf bis zehn Prozent aller Schwangeren und erhöht das Risiko für eine Präeklampsie deutlich“, sagt Prof. Markus van der Giet, Internist, Nephrologe und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga. Präeklampsie ist eine Erkrankung der Schwangerschaft, bei der die Mutter hohen Blutdruck entwickelt und Organe wie Nieren oder Leber belastet werden. Sie tritt meist nach der 20. Schwangerschaftswoche auf und kann für Mutter und Kind gefährlich werden. „Wird der Blutdruck frühzeitig erkannt und konsequent behandelt, lassen sich Komplikationen deutlich reduzieren“, so van der Giet. Auch Dr. Jochen Frenzel, niedergelassener Frauenarzt, Pränataldiagnostiker und Vorstandsmitglied des BVF, betont die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnose: „Präeklampsie ist eine ernstzunehmende Multiorganerkrankung. Wird sie zu spät erkannt, kann sie schwerwiegende Folgen für Mutter und Kind haben.“ Häufig entwickle sich die Erkrankung zunächst unauffällig. Erste Symptome würden nicht selten mit normalen Schwangerschaftsbeschwerden verwechselt. „Umso wichtiger sind die Vorsorgeuntersuchungen im ersten Schwangerschaftsdrittel und eine kontinuierliche Betreuung während der gesamten Schwangerschaft.“ Nachsorgepass nach Präeklampsie empfohlen Die Deutsche Hochdruckliga und der BVF empfehlen Frauen nach einer Präeklampsie die Nutzung eines speziellen „Nachsorgepasses“ (Link siehe “Quellen und weitere Informationen”). Darin werden kardiovaskuläre Risikofaktoren erläutert und Hinweise zur langfristigen Risikoreduktion gegeben – etwa zu gesundem Körpergewicht, Stilldauer oder regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen. Ergänzt wird der Pass durch einen Zeitplan für empfohlene Gesundheits- und Blutuntersuchungen. Grundsätzlich raten die Deutsche Hochdruckliga und der BVF Schwangeren mit erhöhten Blutdruckwerten zu regelmäßigen Kontrollen in der gynäkologischen Praxis. Eine kontinuierliche Betreuung sei entscheidend, da sich mögliche Folgeschäden häufig schleichend entwickeln. Zum „Welt-Präeklampsie-Tag“ Der Welt-Präeklampsie-Tag wird jedes Jahr am 22. Mai begangen und soll weltweit auf die Risiken dieser Schwangerschaftserkrankung aufmerksam machen. Ziel des Aktionstags ist es, das Bewusstsein für Früherkennung, Vorsorge und eine rechtzeitige Behandlung zu stärken, um Komplikationen für Mutter und Kind zu vermeiden. Gleichzeitig macht der Tag darauf aufmerksam, wie wichtig Aufklärung, Forschung und eine gute medizinische Betreuung während der Schwangerschaft sind. Das könnte Sie zum Thema Präeklampsie ebenfalls interessieren: Blutwerte Jahre vor Schwangerschaft können Präeklampsie-Risiko anzeigen Apherese als mögliche Behandlung bei Präeklampsie
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