KI@work: Künstliche Intelligenz könnte Sepsis-Versorgung verbessern31. Januar 2023 Bild: ©ipopba – stock.adobe.com Das Forschungsprojekt KI@work soll herausfinden, wie man die Überführung von auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierten klinischen Entscheidungsunterstützungssystemen in die Regelversorgung von Sepsis-Patienten erleichtern kann. Der Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses unterstützt das Forschungsprojekt mit rund 1,4 Millionen Euro über drei Jahre. Maßgeblich beteiligt sind Wissenschaftlerinnen und WIssenschaftler des Lehrstuhls für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen (UDE). Die Clinical Decision Support Systems (CDSS) gibt es bereits für zahlreiche Erkrankungen. Bei dem geförderten Vorhaben konzentrieren sich die Forschenden auf die Sepsis. Ihre Annahme: Der Einsatz solcher KI-gestützten Systeme kann sich positiv auf das Behandlungsergebnis sowie die Qualität der Versorgung von Betroffenen auswirken. Jedoch hat ein Großteil der existierenden KI-basierten CDSS bisher nicht die Regelversorgung der Gesetzlichen Krankenversicherung erreicht und ist kein Bestandteil des Klinikalltags. Die Forschenden vermuten als Grund unter anderem, dass KI-basierte Systeme nicht vollends akzeptiert sind, weil sie sich noch nicht gut genug an den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer orientieren. Das Projektteam möchte dies ändern. Sie erarbeiten ein Anforderungsprofil an KI-basierte CDSS, die im medizinischen Versorgungskontext einer Sepsis zum Einsatz kommen können. Idealerweise soll dieses Anforderungsprofil als Basis zur nutzerorientierten Entwicklung von innovativen technischen Anwendungen herangezogen werden können. Einen weiteren Schwerpunkt des Projektes stellt die Suche nach Hürden bei der Implementierung dieser Systeme im deutschen Gesundheitswesen dar. Gesundheitspolitische Handlungsempfehlungen zum Abbau beziehungsweise zur Überwindung der Hürden werden in Folge ausgearbeitet, um die Überführung der Innovationen in den klinischen Alltag zu erleichtern. Teil des Projektes sind auch Expertinnen und Experten der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Knappschaftskrankenhaus Bochum, der Knappschaft Kliniken GmbH, der Abteilung für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie der RUB sowie der Deutschen Sepsis Gesellschaft.
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