Köln: Neue Professorin für Kardiovaskuläre Epidemiologie des Alterns29. September 2020 Prof. Ute Mons. Foto: Christian Wittke. Quelle: Uniklinik Köln Prof. Ute Mons ist dem Ruf der Medizinischen Fakultät und der Klinik III für Innere Medizin auf die Marga und Walter Boll-Stiftungsprofessur für Kardiovaskuläre Epidemiologie des Alterns im Herzzentrum der Uniklinik Köln gefolgt. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Analyse von Zusammenhängen zwischen Lebensstilfaktoren, biologischen Markern und kardiovaskulärer und neurologischer Gesundheit im Alter. „Schon jetzt bestimmen chronische Erkrankungen in Industrienationen die Krankheitslast, in Deutschland steht die koronare Herzkrankheit an vorderster Stelle der Todesursachen. Die demographische Alterung der Bevölkerung wird die daraus resultierenden Herausforderungen für das Gesundheitssystem noch weiter verschärfen.“ erklärt Mons. Sie erwartet eine Zunahme der Zahl von Patienten mit Herzkrankheiten und eine Verschiebung des durchschnittlichen Alters von Herzpatienten in höhere Altersgruppen, was wiederum neue Herausforderungen mit sich bringt. Beispielsweise sind Herz-Kreislaufkrankheiten zuletzt auch als Risikofaktor für kognitive Beeinträchtigungen und neurodegenerative Erkrankungen ins Blickfeld gerückt. Mons plant, am Herzzentrum eine Patientenkohorte aufzubauen sowie klinische Daten aus der Routineversorgung zu nutzen, um das Auftreten kardiovaskulärer Erkrankungen und Komorbiditäten in der älteren Bevölkerung zu untersuchen und Risikofaktoren zu identifizieren, um die Pathophysiologie und Prognose degenerativer Erkrankungen besser zu verstehen und um gezielt präventive Maßnahmen zu entwickeln. „Mein Ziel und Ansporn ist es, mit meiner Forschung langfristig zur Verbesserung der Patientenversorgung und der Gesundheit der Bevölkerung beizutragen“, betont Mons. Der wissenschaftliche Werdegang der 39-jährigen gebürtigen Kölnerin fand bislang vor allem in Heidelberg statt: Mons studierte dort bis 2007 Soziologie und Volkswirtschaftslehre, promovierte im Jahr 2013 und habilitierte sich 2017 an der Medizinischen Fakultät Heidelberg. Seit 2007 war sie am Deutschen Krebsforschungszentrum tätig, wo sie zuletzt die Stabsstelle Krebsprävention leitete und am 1. Juli dem Ruf nach Köln folgte.
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