Körperfettverteilung beeinflusst Herzalter bei Männern und Frauen unterschiedlich5. März 2026 Die unterschiedliche Körperfettverteilung bei Männern und Frauen wirkt sich auch auf das Herz aus. Symbolbild: HENADZY/stock.adobe.com Eine britische Studie zeigt, dass sowohl geschlechtsspezifische als auch gemeinsame Muster der Körperfettverteilung das Herzalter beeinflussen. Die Erkenntnisse könnten zielgerichtetere Interventionen ermöglichen. Adipositas ist ein relevanter Faktor für eine vorzeitige Alterung. Wie genau sich die Körperfettverteilung bei Frauen und Männern auf deren Herzalter auswirkt, untersuchte ein Forschungsteam des Imperial College London (Großbritannien) anhand von 21.241 Teilnehmenden der UK Biobank. Dabei stellten sie fest: Es gibt sowohl gemeinsame als auch geschlechtsspezifische Muster der Körperfettverteilung, die einerseits mit schützenden und andererseits mit schädlichen Veränderungen im Rahmen der kardiovaskulären Alterung in Zusammenhang stehen. Zusammenhang unter Berücksichtigung von Alter und Geschlecht untersucht Um das kardiovaskuläre Alter der UK-Biobank-Teilnehmenden abzuschätzen, verwendeten die Forschenden Maschinelles Lernen. Mit dessen Hilfe werteten sie 126 aus der kardialen Bildgebung abgeleitete Merkmale zu Gefäßfunktion, Herzbewegung und Myokardfibrose aus. Darauf basierend berechneten sie die Differenz zwischen dem vorhergesagten Alter und dem chronologischen Alter (Altersdelta). Ferner ermittelten die Forschenden das Volumen und die Verteilung des Körperfetts anhand einer Ganzkörperbildgebung. Schließlich bewerteten sie den Zusammenhang zwischen Fettphänotypen und kardiovaskulärem Altersdelta mittels multivariabler linearer Regression unter Berücksichtigung von Alter und Geschlecht. Zur Bewertung kausaler Zusammenhänge verwendeten sie eine Mendel‘sche Randomisierung mit zwei Stichproben. Geschlechtsspezifische Unterschiede identifiziert Im Ergebnis waren das Volumen des viszeralen Fettgewebes (β-Koeffizient=0,656; 95 %-KI 0,537–0,775; p<0,0001), die Infiltration von Fett in das Muskelgewebe (β=0,183; 95 %-KI 0,122–0,244; p=0,0003) und der Leberfettanteil (β=1,066; 95 %-KI 0,835–1,298; p<0,0001) bei beiden Geschlechtern die stärksten Prädiktoren für ein erhöhtes Herzalter. Das Volumen des abdominalen subkutanen Fettgewebes (β=0,432; 95 %-KI 0,269–0,596;p<0,0001) und eine androide Fettverteilung (β=0,983; 95 %-KI 0,64–1,326; p<0,0001) waren jeweils nur bei Männern mit einem erhöhten Herzalter assoziiert. Eine genetisch determiniterte gynoide Fettverteilung war mit einem verringerten Herzalter verknüpft, also einem günstigeren kardiovaskulären Alterungsprofil. Zur Verlängerung eines gesunden Lebens seien die Verteilung und Funktion des Fettgewebes ein wichtiges Ziel für Interventionen, resümieren die Autoren der im „European Heart Journal“ publizierten Studie. (ah/BIERMANN) Das könnte Sie außerdem interessieren: Nährstoff-Timing beeinflusst Genaktivität im Fettgewebe Herzinsuffizienz: NT-proBNP-Werte unterschätzen Risiko bei Personen mit hohem BMI
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