Konstanze Blatt leitet die Deutsche Krebsgesellschaft8. Juli 2026 Konstanze Blatt ist neue Generalsekretärin der Deutschen Krebsgesellschaft. Foto: © Peter-Paul Weiler/DKG Seit 1. Juli führt Dr. Konstanze Blatt als neue Generalsekretärin die Deutsche Krebsgesellschaft. Sie löst Dr. Johannes Bruns ab, der nach 20 Jahren an der Spitze des Verbandes in den Ruhestand tritt. Blatt hat sich zum Ziel gesetzt, die Behandlungsqualität und die Patientenzentrierung in der Onkologie weiter auszubauen. „In meiner beruflichen Laufbahn habe ich gelernt, einen übergeordneten Blick einzunehmen und Verbindungen zwischen den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft herzustellen. Für das Gesundheitswesen und im Besonderen die Onkologie ist das hochrelevant, denn hier spielen medizinische, versorgungsrelevante und auch soziale Gegebenheiten eine wichtige Rolle“, so Blatt. „Als Generalsekretärin der Deutschen Krebsgesellschaft verfolge ich das Ziel, dass Krebsbetroffene in ganz Deutschland eine evidenzbasierte Krebsversorgung erhalten, die sich nach hohen Qualitätsmaßstäben richtet. Dabei ist mir wichtig, die Patient‘innen stärker in den Behandlungs- und Versorgungsfokus zu rücken und die Versorgungsstrukturen und Prozesse an deren Bedürfnissen auszurichten und nicht umgekehrt.“ Mit Blick darauf will Blatt in ihrer neuen Funktion bei der Deutschen Krebsgesellschaft die Weiterentwicklung der zertifizierten Zentren, der onkologischen Leitlinien, der Versorgungsforschung und dem Wissensmanagement für Patienteninformation vorantreiben. Prof. Michael Ghadimi, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, kommentiert: „Wir stehen vor großen gesundheitspolitischen Herausforderungen. Die Krankenhausreform, Spargesetze und der Nachwuchsmangel haben schon heute Auswirkungen auf die Krebsversorgung. Ich freue mich daher umso mehr, dass wir mit Dr. Konstanze Blatt eine Führungspersönlichkeit gewinnen konnten, die große Expertise im Gesundheitswesen hat und neue verbandsstrategische und gesundheitspolitische Impulse mit Blick auf die onkologische Versorgung setzen wird“. Ghadimi danke dem bisherigen Generalsekretär Bruns, der die Fachgesellschaft seit 2006 „mit profundem Sachverstand, hohem gesundheitspolitischem Gespür und großer Weitsicht“ geprägt und über viele Jahre die Krebsversorgung in Deutschland mitgestaltet habe. Breite Kenntnis des Gesundheitswesens Die neue Generalsekretärin bringt viel Erfahrung im Gesundheitswesen mit. Bereits seit dem Beginn ihrer Laufbahn war die promovierte Soziologin dort in der Selbstverwaltung und der Wissenschaft tätig. Während ihrer beruflichen Stationen hat sie sich mit Qualitätssicherung, Versorgungsforschung sowie der politischen und strategischen Steuerung und Ausgestaltung der Versorgung befasst. Im Rahmen des Nationalen Krebsplans hat Blatt an der Weiterentwicklung der klinischen Krebsregister sowie an Projekten der Qualitätssicherung in der onkologischen Versorgung mitgewirkt. Zuletzt verantwortete sie den Fachbereich Befragung am Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen. Neben Stationen im Referat Medizinische Grundsatzfragen beim Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung und in der Prognos AG arbeitete sie am Universitätsklinikum Freiburg in der Abteilung Qualitätsmanagement und Sozialmedizin. Die Deutsche Krebsgesellschaft – eine Nachfolgeorganisation des 1900 gegründeten „Comité für Krebssammelforschung“ – ist die größte wissenschaftlich-onkologische Fachgesellschaft im deutschsprachigen Raum. Die rund 8500 Einzelmitglieder in 25 Arbeitsgemeinschaften, die 16 Landeskrebsgesellschaften und 32 Fördermitglieder sind in der Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen tätig. Die Die Deutsche Krebsgesellschaft engagiert sich für eine Krebsversorgung auf Basis von evidenzbasierter Medizin, Interdisziplinarität und konsequenten Qualitätsstandards. Sie ist Mitinitiatorin des Nationalen Krebsplans und Partnerin der „Nationalen Dekade gegen Krebs“. (ms/BIERMANN) Das könnte Sie auch interessieren: Sonja Optendrenk ist neue G-BA-Vorsitzende Leipziger Onkologe als ESMO-Präsident gewählt
Mehr erfahren zu: "Gesundheits-Sparpaket: Grüne erwägen juristische Schritte" Gesundheits-Sparpaket: Grüne erwägen juristische Schritte Kurzfristige Änderungen, knappe Beratungszeit – die Grünen kritisieren das Gesetzgebungsverfahren beim Gesundheits-Sparpaket der Koalition als „stümperhaft“. Die Grünen erwägen juristische Schritte.
Mehr erfahren zu: "Ältere Väter: Gemeinsame Veränderungen von DNA-Methylomen in Spermien und Plazenta nachgewiesen" Ältere Väter: Gemeinsame Veränderungen von DNA-Methylomen in Spermien und Plazenta nachgewiesen Ein fortgeschrittenes väterliches Alter beeinflusst offenbar gemeinsame Gen-Loci in den DNA-Methylomen von Spermien und Plazenta, die mit der neuronalen Entwicklung in Verbindung stehen. Darauf weist eine aktuelle Studie aus Kanada […]
Mehr erfahren zu: "Nierentumor-OP: Präoperative mpMRT unterstützt die Vorhersage der Nierenfunktion nach Nephrektomie" Weiterlesen nach Anmeldung Nierentumor-OP: Präoperative mpMRT unterstützt die Vorhersage der Nierenfunktion nach Nephrektomie Bei einer bevorstehenden Nephrektomie wegen eines Nierentumors könnten präoperative MRT-Messungen dabei helfen, eine Verschlechterung der Nierenfunktion vorherzusagen. Die MRT erfolgte zusätzlich zur klinischen Standardbildgebung.