Kooperation für personalisierte Psychiatrie26. November 2021 Foto: ©sdecoret – stock.adobe.com Die psychiatrischen Kliniken der Charité – Universitätsmedizin Berlin wollen durch Erfassung und Analyse von Daten aus dem klinischen Alltag dem Ziel einer personalisierten Medizin näher kommen. Dazu kooperieren sie mit Holmusk, einem Unternehmen für Datenanalytik und Digitale Gesundheit. An der Kooperation beteiligt sind die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, die Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie auf dem Campus Charité Mitte und auf dem Campus Benjamin Franklin sowie die Abteilung für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Potsdam. Alle diese Kliniken sind Mitglieder der Charité Mental Health – Plattform für psychische Erkrankungen und des entstehenden Berliner Standorts des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (DZP). Die strategische Zusammenarbeit konzentriert sich auf den Aufbau einer standortübergreifenden, standardisierten Dateninfrastruktur zur Erfassung und Analyse von Informationen aus dem medizinischen Alltag, einschließlich subjektiver Informationen von Patienten. Die aufbereiteten und digitalisierten Daten sollen eine verbesserte Qualitätsbewertung in Echtzeit ermöglichen und die Grundlage für eine verbesserte evidenzbasierte Versorgung in Deutschland bilden. Darüber hinaus könnte die geplante, breit angelegte Real-World-Evidenz-Plattform umfassende deutsche Register-Studien ermöglichen, die derzeit in Europa nur in skandinavischen Ländern möglich sind. Ein entscheidender Bestandteil dieser Initiative ist die konsequente Anwendung hoher Standards für Datensicherheit und Datenschutz, einschließlich der strikten Umsetzung der Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Ermöglicht wird diese Initiative durch die Partnerschaft zwischen der Charité und Holmusk, einem Unternehmen im Bereich Real-World Data Science in der Psychiatrie. “Diese Zusammenarbeit zwischen Holmusk und den Kliniken der Charité Mental Health – Plattform für psychische Erkrankungen ist eine entscheidende Initiative, um der Psychiatrie einen datenbasierteren Ansatz zu ermöglichen und dadurch unseren Patientinnen und Patienten bessere und individuellere Therapien anbieten zu können” , sagte Prof. Christoph Correll, Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Charité. “Wir fühlen uns sehr geehrt, von Mitgliedern der Charité Mental Health – Plattform für psychische Erkrankungen als Kooperationspartner ausgewählt worden zu sein und ihre ausgeprägte klinische und Forschungsexpertise mit unseren innovativen Methoden der Datenanalyse zu kombinieren”, sagte Stefan Suter, Europachef von Holmusk. “Diese Zusammenarbeit hat das Potenzial, die Behandlung von Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen in Deutschland wesentlich zu verbessern.”
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