Kopf-Hals-Krebs-Rezidiv oder Metastasen: Pembrolizumab plus Lenvatinib als Erstlinientherapie22. Juli 2026 Foto: Anar Mammadov/stock.adobe.com Eine aktuelle Studie hat die Gabe von Pembrolizumab und Lenvatinib beim rezidivierten /metastasierten Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinom untersucht. Die Kombination verbesserte die objektive Ansprechrate und das progressionsfreie Überleben (PFS). Der PD-1-Inhibitor Pembrolizumab ist als Erstlinientherapie für das rezidivierte/metastasierte Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinom (R/M HNSCC) zugelassen. In der LEAP-010-Studie untersuchte das internationale Team um Erstautorin Prof. Lisa Licitra von der Universität Mailand (Italien) den Multikinase-Inhibitor Lenvatinib in Kombination mit Pembrolizumab als Erstlinientherapie bei Patienten mit PD-L1 Combined Positive Score (CPS) ≥1 und R/M HNSCC. Phase-III-Studienergebnisse zu Pembrolizumab plus Lenvatinib Wie die Ergebnisse zeigen, verbesserte die Kombination der beiden Wirkstoffe bei dieser Patientengruppe sowohl die objektive Ansprechrate (ORR) als auch das PFS allerdings nicht das Gesamtüberleben (OS), im Vergleich zur Therapie mit Pembrolizumab und Placebo. Ihre Ergebnisse haben die Autorinnen und Autoren im „Journal of Clinical Oncology“ veröffentlicht. In ihre randomisierten, placebokontrollierten, doppelblinden Phase-III-Studie schlossen Licitra et al. Teilnehmer im Alter von ≥18 Jahren mit PD-L1 CPS ≥1 und R/M HNSCC, die nicht kurativ lokal therapierbar waren. Die Studienteilnehmer wurden im Verhältnis 1:1 randomisiert. Sie erhielten entweder Lenvatinib 20 mg plus Pembrolizumab 200 mg (i.v.) alle drei Wochen für bis zu 35 Zyklen oder Placebo einmal täglich oral plus Pembrolizumab 200 mg i.v. alle drei Wochen für bis zu 35 Zyklen. Primäre Endpunkte waren objektive Ansprechrate (ORR), PFS und OS. Gemäß dem prädefinierten Analyseplan wurden ORR und PFS aus der ersten (IA1) und das OS aus der zweiten Interimsanalyse (IA2) berichtet. OS bei 15 Monaten für Kombinations-Therapie und bei 17,9 Monaten für Pembrolizumab plus Placebo Insgesamt wurden 511 Teilnehmer randomisiert (Lenvatinib plus Pembrolizumab n = 256; Placebo plus Pembrolizumab n = 255). Die mediane Zeit von Randomisierung bis Datenschnitt betrug 11,5 Monate für IA1 und 21,3 Monate für IA2. In IA1 betrug das mediane PFS 6,2 Monate unter Lenvatinib plus Pembrolizumab gegenüber 2,8 Monaten unter Placebo plus Pembrolizumab (HR 0,64 95%-KI 0,50–0,81; P = .0001040). Die ORR lag bei 46,1 Prozent versus 25,4 Prozent (Differenz 20,2% 95%-KI 10,5–29,6; P = .0000251). In IA2 lag das mediane OS bei 15,0 Monaten unter Lenvatinib plus Pembrolizumab vs. 17,9 Monate unter Placebo plus Pembrolizumab (HR 1,15 95%-KI 0,91–1,45; P = .882). Grad-3- bzw. -4-Nebenwirkungen traten bei 170 (66,9%) Patienten unter Lenvatinib plus Pembrolizumab und bei 97 (38,3%) unter Placebo plus Pembrolizumab auf. Dabei entsprach das Sicherheitsprofil bereits bekannten Daten. (ja/BIERMANN)
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