Einsatz von Clowns in der Medizin erleichtert die Versorgung von Kindern und Jugendlichen rund um die OP31. August 2026 Bild (KI-generiert): Vadym – stock.adobe.com Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie (DGKJCH) setzt sich für eine altersentsprechende Umgebung in Kliniken und rund um eine OP ein. Aus Sicht der chirurgischen Fachgesellschaft spielen hierbei Clowns in der Medizin eine tragende Rolle. Die professionell ausgebildeten Künstlerinnen und Künstler der Clowns in der Medizin bringen Lachen und Heiterkeit in Krankenhäuser und stärken damit die Resilienz von Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern. Die positive Energie der Clowns überträgt sich nicht nur auf die Familien, auch das gesamte OP-Team, inklusive dem Hol- und Bringdienst nehmen am Spiel teil und erleben eine andere Stimmung im Umfeld von Operationen bei Kindern und Jugendlichen, konstatiert die DGKJCH. Beruhigung von Patienten, Arbeitserleichterung für Ärzte „Gerade in Kliniken kann der Alltag für Kinder und Jugendliche und deren Familien mit großem Stress und auch Ängsten verbunden sein. Oft wissen die Familien nicht, was auf sie zukommt, ob im geplanten stationären Behandlungsverlauf oder bei akuten Aufnahmegründen. Die Gegenwart der Clowns und ihre beruhigende Wirkung ist für uns Ärztinnen und Ärzte eine enorme Hilfe bei der Ausübung unserer Arbeit – vor, während und nach der OP“, erklärt Prof. Guido Seitz, Präsident der DGKJCH. Die Clowns in der Medizin sind unter anderem auf operativen Kinderstationen tätig und begleiten Kinder und Jugendliche direkt bis in den OP. Dies führt zu Stressabbau und Entspannung nicht nur bei den Kindern und Jugendlichen, sondern auch bei den begleitenden Sorgeberechtigten, die entspannter die Zeit rund um die Operation erleben. Die Clowns holen die Patient:innen und Sorgeberechtigten auf der Station ab und begleiten sie bis zum Einschlafen auf dem Operationstisch. Die Clowns in der Medizin haben in vielen Kinderkrankenhäusern inzwischen einen festen Platz und sind wichtiger Teil des Behandlungsteams. „Seitdem die Clowns der Roten Nasen unsere Patientinnen und Patienten bis in den Operationssaal begleiten, hat sich die Stimmung auf dem Weg zum Zentral-OP deutlich verändert. Es wird viel gelacht, die Kinder scheinen das Vertrauen zum Krankenhauspersonal schneller aufzubauen und sie haben eine Bezugsperson von der Station bis in den Operationssaal hinein, die allen Beteiligten Sicherheit und Ruhe bringt“, erklärt Dr. Petra Degenhardt, Chefärztin für Kinder- und Jugendchirurgie am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam. DGKJCH: Clowns an Krankenhäusern fördern und finanziell unterstützen „Mit ihrer Arbeit tragen die Clowns in der Medizin zur kindgerechten Krankenhausversorgung bei und sind aus Sicht der DGKJCH damit ein wesentlicher Faktor zur Umsetzung der EACH-Charta (European Association for Children in Hospital) in den Krankenhäusern, die die Rechte aller Kinder vor, während und nach einem Krankenhausaufenthalt beschreibt“ unterstreicht Dr. Joachim Suß, Chefarzt für Kinderchirurgie am Kinderkrankenhaus Wilhelmstift in Hamburg und Pressesprecher der DGKJCH, die sich dafür ausspricht, dass der Einsatz von Clowns an Krankenhäusern gefördert und finanziell unterstützt wird. Das Ziel von EACH und seinen Mitgliedsorganisationen ist, diese Rechte in den Ländern Europas in verbindlicher Weise umzusetzen. Zu den wesentlichen Rechten gehören unter anderem das Recht auf altersgerechte Information, auf Privatsphäre, auf Mitbestimmung, auf Zugang zu Informationen, auf Beteiligung und auf kindgerechte Umgebung. Infos zur EACH-Charta Rote Nasen Deutschland e. V.
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