Kranker Darm fördert Metastasierung von Brustkrebs11. Juni 2019 Neue Forschungsergebnisse lassen darauf schließen, dass ein gestörtes Darmmikrobiom zur Metastasierung von Brustkrebs beitragen kann. (Grafik: © Alexandra Angelich/UVA) Ein kranker, entzündeter Darm führt laut einer neuen Studie dazu, dass sich Brustkrebs zu einer viel invasiveren Erkrankung entwickelt und sich rascher in andere Körperregionen ausbreitet. Das berichten Forscher vom Krebszentrum der Universität von Virginia (UVA). Dr. Melanie Rutkowski von der UVA-Abteilung für Mikrobiologie, Immunologie und Krebsbiologie stellte fest, dass eine Zerstörung des Mikrobioms bei Mäusen dazu führte, dass Hormonrezeptor-positiver Brustkrebs aggressiver wurde. Die Veränderung des Mikrobioms hatte dramatische Auswirkungen auf den Körper und veranlasste die Ausbreitung der Krebserkrankung. „Als wir das Mikrobiom der Mäuse ins Ungleichgewicht brachten, indem wir sie chronisch mit Antibiotika behandelten, kam es zu systemischen Entzündungen und zu einer Inflammation des Brustgewebes“, sagt Rutkowski. „In dieser entzündeten Umgebung konnten sich Tumorzellen viel besser aus dem Gewebe in das Blut und in die Lunge ausbreiten, wo vor allem Hormonrezeptor-positiver Brustkrebs metastasiert.“ Vor dem Auftreten einer Brustkrebserkrankung ein gestörtes Darmmikrobiom zu haben verstärke beide Faktoren, wobei der Effekt ausgeprägt und nachhaltig sei. „Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein gestörtes Mikrobiom und damit einhergehenden Veränderungen im Gewebe möglicherweise frühe Prädiktoren für invasiven oder metastasierten Brustkrebs sind. Letztendlich würden wir auf der Grundlage dieser Ergebnisse davon ausgehen, dass ein ungesundes Mikrobiom zu einer stärker invasiven Erkrankung und einer höheren Inzidenz einer metastasierenden Erkrankung beiträgt.“
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