Kroschke Forschungspreis für Kinderschutz in der Medizin würdigt Väterforschung26. Juni 2024 v.l.n.r.: Dr. Bernd Herrmann (1. Vorsitzende, DGKiM), Anja Wenk (Geschäftsführerin Kroschke Kinderstiftung), Nadine Weber-Kroschke (Vorständin, Kroschke Kinderstiftung), PD Dr. Silke Pawils und Dr. Franka Metzner-Guczka (Diplom-Psychologinnen vom Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf), Dr. Tanja Brüning (2.Vorsitzende, DGKiM) bei der Verleihung des Preises in Berlin am 4. Mai 2024. (Foto: Florian Trini/Kroschke Kinderstiftung) Der mit 7.500 Euro dotierte Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin (DGKiM) geht an die Diplom-Psychologinnen PD Dr. Silke Pawils und Dr. Franka Metzner-Guczka vom Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf für ihre Forschungsarbeit „Väterspezifische Risiko- und Schutzfaktoren bei Kindeswohlgefährdung“. Die UKE-Forschungsgruppe um Dr. Silke Pawils und Dr. Franka Metzner-Guczka beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit der Väterforschung und damit, welche gesicherten väterspezifische Risiko- und Schutzfaktoren vorliegen, die auch direkt bei den Vätern erfragt werden sollten, um Kindeswohlgefährdung präventiv zu identifizieren. Tatsächlich stehen jedoch bei einer möglichen Gefährdung des Kindeswohles in der internationalen, empirischen Forschung aber auch in der Versorgungspraxis vor allem die Mutter im Fokus, wenn es um das Abwägen von Risiko- und Schutzfaktoren geht. „Wenn wir die Lebenssituation von Kindern verbessern möchten (oder müssen), dann ist es unverzichtbar, auch die weitere Elternperson – den Vater – in unsere Bemühungen und Gespräche direkt einzubeziehen“, erklärte Pawils. „Die Ressource ‚Vater‘ ist für die Kinder zu wertvoll, um weiterhin ignoriert oder zweitrangig betrachtet zu werden!“ Wissenschaftliche Arbeiten dieser Art stellen laut Jury einen wichtigen Beitrag für eine gelingende Prävention und frühzeitige Unterstützung von Familien dar. Durch die Verleihung des Kroschke Forschungspreises für Kinderschutz in der Medizin möchte die Jury diese wichtige Arbeit würdigen und Initiativen fördern, in denen bislang wenig betrachtete Aspekte im Kinderschutz erörtert werden. „Forschung in der Medizin ist ein wesentlicher Bestandteil zur konkreten Weiterentwicklung und zum Lernen in den verschiedenen Fachrichtungen“, betonte Nadine Weber-Kroschke, Vorständin der Kroschke Kinderstiftung. „Vor allem im Bereich des medizinischen Kinderschutzes ist es uns ein besonderes Anliegen zu unterstützen und Forschung in diesem komplexen und sensiblen Umfeld zu ermöglichen.“ Die Deutsche Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin (DGKiM e.V.) ist eine medizinische Fachgesellschaft, die sich seit 2008 für die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Fachkräften, sowie die wissenschaftliche Lehre und Forschung im Bereich des Medizinischen Kinderschutzes einsetzt. In Kooperation mit der Kroschke Kinderstiftung fördert die DGKiM mit der zweiten Verleihung des Kroschke Forschungspreises für Kinderschutz in der Medizin das wissenschaftliche Engagement auf diesem Gebiet und verbessert somit die Versorgung von Kindern und Jugendlichen.
Mehr erfahren zu: "Vesikorenaler Reflux: Durchbruch-Harnwegsinfektionen vorhersagen" Vesikorenaler Reflux: Durchbruch-Harnwegsinfektionen vorhersagen Die kontinuierliche Antibiotikaprophylaxe (CAP) ist ein Eckpfeiler in der Behandlung des vesikorenalen Refluxes bei Kindern. Dennoch kommt es immer wieder zu Durchbruch-Harnwegsinfektionen. Ein neues Scoring-System verspricht nun eine präzisere Risikostratifizierung […]
Mehr erfahren zu: "Doppelt so viele Mädchen wegen Essstörungen im Krankenhaus" Doppelt so viele Mädchen wegen Essstörungen im Krankenhaus Innerhalb von 20 Jahren hat sich die Zahl der jungen Frauen und Mädchen, die wegen Essstörungen im Krankenhaus behandelt werden, mehr als verdoppelt. Was sind die häufigsten Diagnosen?
Mehr erfahren zu: "Regierung Trump streicht Empfehlungen für Kinderimpfungen zusammen" Regierung Trump streicht Empfehlungen für Kinderimpfungen zusammen Weniger Impfempfehlungen, keine Kombi-Präparate: Donald Trumps Regierung baut die Impfpolitik für Kinder um – und ignoriert sowohl explodierende Fallzahlen als auch wissenschaftliche Erkenntnisse.