Künstliche Intelligenz verbessert intravaskuläre Bildgebung am Uniklinikum Gießen

Holger Nef, Leiter Interventionelle Kardiologie am Universitätsklinikum Gießen. Foto: Thomas X. Stoll/Rhön-Klinikum AG

Die Kardiologie des Universitätsklinikums Gießen hat eine neuartige Bildgebungssoftware mit Künstlicher Intelligenz eingeführt. Dabei geht es um den Blick ins Innere von verengten Arterien und Blutgefäßen.

Den bekommen die Kardiologen durch die optische Kohärenztomographie (OCT). Die Bildgebung wurde jetzt mit der Leistungsfähigkeit Künstlicher Intelligenz (KI) kombiniert.

Die neue Software kann automatisch den Schweregrad von Blockaden, die durch Kalkablagerungen entstanden sind, erkennen und den Gefäßdurchmesser bestimmen. Die hohe Präzision verbessert die Entscheidungsfindung von Ärztinnen und Ärzten vor und während eines Eingriffes bei dem Stents zur Überbrückung von Engstellen der Herzgefäße eingesetzt werden.

„Im Unterschied zu herkömmlichen Bildgebungsmethoden kann durch die Informationen aus der KI eine exakte Planung des Eingriffs erfolgen. Auch und insbesondere bei Patienten, bei denen die Gefäße schwer verkalkt sind“, erklärt Prof. Holger Nef, Leiter Interventionelle Kardiologie.

Insgesamt setzt die Gießener Uniklinik bereits seit Jahren auf den Einsatz der intravaskulären Bildgebung und liegt damit auch in einem zunehmenden Trend. „Die neuste Datenlage, zu der unsere Abteilung auch substantiell beigetragen hat, zeigt eindeutig, dass die besten Ergebnisse nach Stentimplantation mit Bildgebung erzielt werden“, sagt Prof. Christian Hamm, Direktor Kardiologie.