Kurt Steuer ist GOTS-Sportarzt des Jahres 202615. Juni 2026 Foto: eskay lim/stock.adobe.com Prof. Kurt Steuer – Orthopäde, Unfallchirurg, Sportmediziner aus Bad Honnef – erhält in diesem Jahr die Auszeichnung „GOTS Sportarzt des Jahres“. Die Verbandsärzte Deutschland und die GOTS verleihen die Auszeichnung jährlich auf dem GOTS-Kongress. Für den Titel muss der „Sportarzt des Jahres” wichtige Voraussetzungen erfüllen. Diese sind, wie die GOTS mitteilt, unter anderem die kontinuierliche Betreuung einer Nationalmannschaft einer olympischen Sportart als Verbandsarzt, die strikte Einhaltung einer ethisch sauberen Medizin, einen aktiven Einsatz im betreuenden Verband zur Erhöhung der Sicherheitsstandards sowie zur Optimierung von Gerät und Wettkampfstätte zur Vermeidung von Sportverletzungen und Sportschäden sowie überdurchschnittliche Kenntnisse und Fähigkeiten auf dem Gebiet der praktischen Sportmedizin. GOTS-Sportarzt des Jahres Steuer: immer den Patienten verpflichtet Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann begann Steuer sein Studium der Humanmedizin an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Studienbegleitend arbeitete er im Pflegedienst, 1986 erhielt er die Approbation als Arzt, 1987 schloss er die Promotion mit der Note „sehr gut“ ab. Von 1987 bis 1999 folgten Tätigkeiten als Assistenzarzt in chirurgischen Abteilungen am Dreifaltigkeitskrankenhaus Wesseling, dem St. Elisabeth Krankenhaus Bonn und in der Unfallchirurgie der Universitätsklinik Bonn. Währenddessen erfolgte die Anerkennung zum Facharzt für Chirurgie und für den Schwerpunkt Unfallchirurgie. Ab 1999 übernahm Steuer als Chefarzt die Abteilung für Unfall- und Gelenkchirurgie am Bürgerhospital zum Heiligen Johannes dem Täufer in Bonn, ehe er dann 2002 unfallchirurgischer Belegarzt im Johanniter Krankenhaus (heute: Evangelische Kliniken) Bonn wurde. Im Oktober 2004 über nahm er als Chefarzt die Abteilung für Orthopäde und Unfallchirurgie des Waldkrankenhauses Bonn Bad Godesberg. 2022 verabschiedete sich der Sportarzt des Jahres 2026 sich in den Ruhestand. Steuer prägte die Sportmedizin in der Handball-Welt Aus Leidenschaft zum Handball, übernahm Kurt Steuer 1986 – schon früh in seiner Laufbahn – die sportmedizinische Betreuung des Westdeutschen Handballbundes. Ab 1988 folgte dann zusätzlich eine langjährige Tätigkeit als Mannschaftsarzt im Senioren- und Junioren-Bereich des Deutschen Handballbundes (DHB). 2016 freute er sich mit Dagur Sigurdson über den Europameister-Titel und er war dabei, als es die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Rio gab. 2021 war er bei den Olympischen Spielen in Tokio, 2026 in China dabei. Als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln gab Kurt Steuer am Institut für Sportorthopädie und Traumatologie sein Wissen an die jüngere Generation weiter. Aber auch am Institut für Sportwissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ließen sich viele junge Ärzte und Sportmediziner mit Begeisterung sein Wissen in spannenden, durchdachten Vorträgen vermitteln und gern in ihrer Arbeit betreuen. Vom Arzt zum Landwirt Seit etwa acht Jahren lebt Kurt Steuer mit seiner Frau 10 von 12 Monaten in Koroni, südliche Peloponnes, in Griechenland. Dort hat sich der rührige und sympathische Sportarzt des Jahres 2026 der Landwirtschaft – speziell der Produktion von Olivenöl – verschrieben. Mit altem Traktor und viel Handarbeit pflegt er die Bäume und erntet die Oliven. Zusätzlich widmet er sich seiner Leidenschaft: dem An- und Ausbau des Shiraz-Weines.
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