Lactobazillen als mögliche Therapie bei Diabetischer Nephropathie?6. Juli 2026 Foto: © phushutter/stock.adobe.com Der probiotische Stamm Lactobacillus rhamnosus CMU-pb-7 hat bei Ratten mit diabetischer Nephropathie eine signifikante renoprotektive Wirkung entfalten. Darüber berichten aktuell Wissenschaftler der Guangdong Medical University (China). Die Forschungsarbeit liefert laut den Autoren Hinweise darauf, dass dieser spezifische probiotische Stamm einen neuartigen therapeutischen Ansatz zur Behandlung der diabetischen Nierenerkrankung darstellen könnte. So stellten die Forschenden fest, dass die Behandlung mit CMU-pb-7 den Allgemeinzustand und die biochemischen Serumprofile von Ratten mit diabetischer Nephropathie deutlich verbesserte. So senkte sich das Gesamtcholesterin um 36,3 Prozent, die Triglyceride um 55,1 Prozent und das Serumkreatinin um 39,7 Prozent. Die neuen Studienergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Current Molecular Pharmacology“ veröffentlicht Renale Fibrose umgekehrt Das Probiotikum kehrte außerdem die renale interstitielle Fibrose wirksam um und stellte die renale antioxidative Kapazität wieder her. Das zeigte sich in einem signifikanten Anstieg der Glutathion- und Superoxiddismutase-Werte sowie einer Reduzierung der Malondialdehyd- und Fe²⁺-Werte. Auf mechanistischer Ebene aktivierte die Verabreichung von CMU-pb-7 den renalen antioxidativen Nrf2/HO-1/Gpx4-Signalweg. Damit hob sie die Unterdrückung dieser protektiven Gene auf, die in diabetischem Nierengewebe beobachtet worden war. Zudem beobachteten die Forscher, dass die Behandlung mit CMU-pb-7 die Plasmakonzentrationen kurzkettiger Fettsäuren, insbesondere von Butyrat, deutlich erhöhte. In-vitro-Experimente mit AGE-stimulierten HK-2-Zellen bestätigten, dass die Behandlung mit Butyrat den oxidativen Stress signifikant abschwächte, indem sie denselben Nrf2/HO-1/Gpx4-Signalweg aktivierte. Übertragbarkeit der Ergebnisse unklar „CMU-pb-7 lindert die Nierenfunktionsstörung bei Ratten mit diabetischer Nephropathie, möglicherweise durch eine Verringerung des oxidativen Stresses infolge der durch Butyrat vermittelten Aktivierung des renalen Nrf2/HO-1/Gpx4-Signalwegs“, erklären die Autoren. Obwohl die Ergebnisse vielversprechend sind, weisen die Autoren auf verschiedene Einschränkungen hin. So betonen sie die Notwendigkeit einer Nrf2-spezifischen funktionellen Validierung sowie klinischer Studien zur Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit bei menschlichen Patienten. (ri/BIERMANN)
Mehr erfahren zu: "Anzahl vermeidbarer Behandlungsfehler leicht gestiegen" Anzahl vermeidbarer Behandlungsfehler leicht gestiegen Auch bei medizinischen Eingriffen kommen Pannen vor – und die Folgen können gravierend sein. Besonderes Augenmerk liegt auf Fehlern, die eigentlich nicht vorkommen sollten. Die Dunkelziffer ist hoch.
Mehr erfahren zu: "Erfolgreiche T-Zelltherapie bei Jugendlichem mit metastasiertem Nephroblastom" Erfolgreiche T-Zelltherapie bei Jugendlichem mit metastasiertem Nephroblastom Forscher und Ärzte des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ) und anderer führender Krebszentren berichten über einen außergewöhnlichen Behandlungserfolg bei einem Jugendlichen mit weit fortgeschrittenem, therapieresistentem Nierentumor.
Mehr erfahren zu: "Remdesivir könnte nach Nierentransplantation langfristige Risiken durch COVID-19 senken" Weiterlesen nach Anmeldung Remdesivir könnte nach Nierentransplantation langfristige Risiken durch COVID-19 senken Eine frühe Behandlung mit dem antiviralen Wirkstoff Remdesivir war bei Erwachsenen mit Nierentransplantation und COVID-19 mit einem geringeren Risiko für Transplantatverlust und Herz-Kreislauf-Komplikationen im folgenden Jahr verbunden. Das zeigt eine […]