Laparoskopische versus roboterassistierte Prostatektomie: Funktionelle Vorteile mit Roboter29. August 2024 Symbolbild: Yurii Kibalnik – stock.adobe.com Eine prospektive, randomisierte, kontrollierte Studie hat funktionelle und onkologische Ergebnisse der laparoskopischen und der roboterassistierten radikalen Prostatektomie (LRP bzw.RARP) bei lokalisiertem PCa nach 10 Jahren verglichen. Bei gleichen onkologischen Ergebnissen zeigten sich funktionelle Vorteile beim Roboter-Verfahren. Die Urologen um Enrico Checcucci vom Candiolo Cancer Institute in Turin (Italien) unterzogen ihre Patienten zwischen Januar 2010 und Januar 2011 je nach zufälliger Zuteilung entweder einer LRP oder einer RARP. 75 der ursprünglich 120 Patienten blieben 10 Jahre lang in der Nachuntersuchung. 40 (53 %) unterzogen sich einer RARP und 35 (47 %) einer LRP. Die Kontinenz- und Potenz-Wiederherstellungsraten zeigten keine signifikanten Unterschiede (p=0,068 bzw. p=0,56), obwohl Differenzen von 12 % für die Kontinenz und von 8 % für die Potenz zugunsten des Roboteransatzes sprachen. Die Qualität der Kontinenz, gemessen am Score des International Consultation on Incontinence Questionnaire-Short Form, und der Erektion, gemessen am Score des International Index of Erectile Function-5, waren jedoch nach 10 Jahren in der Robotergruppe signifikant besser (p=0,02 und p<0,001). Eine statistische Analyse mithilfe maschinellen Lernens ergab, dass LRP bei der Analyse des gesamten Nachbeobachtungszeitraums durch die schlechtesten funktionsbezogenen Ergebnisse gekennzeichnet war. 4 (10 %) und 6 (17 %) Patienten erlebten in den RARP- bzw. LRP-Gruppen ein biochemisches Rezidiv (BCR) (p=0,36), wobei das 10-Jahres-BCR-freie Gesamtüberleben 88% bzw. 78% betrug (p=0,16). (ms)
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