Leibniz WissenschaftsCampus „NanoBrain“ in Mainz gestartet5. Januar 2024 Logo des NanoBrain-Projektes (Quelle: Leibniz WissenschaftsCampus) Im Oktober 2023 kamen die Experten des Leibniz WissenschaftsCampus „NanoBrain“ in Mainz zusammen, um den Startschuss für das auf zunächst vier Jahre ausgelegte Forschungsvorhaben zu geben. Ziel ist es, neue, innovative und hochspezifische Ansätze zur Prävention und Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems zu entwickeln. Stressbedingte, depressive Störungen sind weltweit eine der Hauptursachen für chronische Erkrankungen. Ob Burnout, Depression oder Magen-Darm-Erkrankungen: Erkrankte erleben massive individuelle Beeinträchtigungen. Die gesundheitsökonomischen Folgen, die mit Erkrankungen wie diesen einhergehen, stellen, insbesondere in aktuellen Krisenzeiten, große Herausforderungen dar. Die Tatsache, dass Substanzen die Blut-Hirn-Schranke überwinden müssen, um an ihren Wirkort im Gehirn zu gelangen, kompliziert die Entwicklung neuartiger Therapieansätze. Genau da setzt der mit 1,2 Millionen Euro geförderte Leibniz WissenschaftsCampus „NanoBrain“ an: Das Experten-Team vereint Kompetenzen im Bereich der Nanomedizin und mRNA-Technologie mit translationaler Stress- und Resilienzforschung und ist somit bestens gewappnet, sich den wissenschaftlichen Herausforderungen zu stellen. Dem Forschungsteam gehören Experten aus dem Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR), der Universitätsmedizin Mainz (UM), der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI), der TRON/BioNTech und dem Institut für Molekulare Biologie (IMB) an. Bei der Verfolgung des Ziels, die Barriere der Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, stehen ganz konkrete Fragen im Fokus der Forschungsaktivitäten des Leibniz WissenschaftsCampus „NanoBrain“: Wie kann es gelingen, neuartige Therapeutika zielgerichtet ins Gehirn zu bringen? Ist es möglich, dass diese nur in ausgewählten Gehirnregionen wirken und somit Nebenwirkungen reduziert werden können? Kann man stressbedingte Erkrankungen wie die Depression in Zukunft mittels mRNA-Therapie gezielt und individualisiert behandeln? „Unser Ziel ist es, konzeptuell neue, innovative und hochspezifische Ansätze zur Prävention und Behandlung von stressassoziierten psychischen Erkrankungen zu entwickeln. Der Bedarf für neuartige und idealerweise auch individualisierte Therapien ist steigend. Unsere Ziele sind ambitioniert, aber durch die einzigartige interdisziplinäre Zusammenarbeit am Standort sind wir sehr zuversichtlich, dass wir in den kommenden vier Jahren grundlegende Fortschritte erzielen werden“, erklärt Prof. Marianne Müller vom Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR) und Sprecherin des WissenschaftsCampus. Mit der Erforschung dieser Fragen durch die NanoBrain-Forscher könnte es zu einem grundlegenden Paradigmenwechsel in der Prävention und Behandlung stressassoziierter psychischer Erkrankungen kommen. Seit dem 01.12.2023 hat Dr. Frauke Liebelt-Tuijtel das Amt der Geschäftsführung des WissenschaftsCampus NanoBrain inne.
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