Life-Science-Research- und Diagnostika-Industrie im Kampf gegen das Coronavirus5. März 2020 Foto: ©dusanpetkovic1 – Adobe Stock „Die Life-Science-Research- und die Diagnostika-Industrie stehen bereit, den weiteren Ausbruch des Coronavirus zu bekämpfen.“ Dies erklärt Ulrich Schmid, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Diagnostica-Industrie (VDGH) angesichts der aktuellen Situation. Nach den Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind derzeit fast 90.000 Menschen weltweit mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert, das für mehr als 2.900 Todesfälle verantwortlich ist. Eine weltweite Ausbreitung des Erregers ist wahrscheinlich. Die Verfügbarkeit präziser, schneller und leicht handhabbarer Labortests ist Voraussetzung, um Infektionsfälle zu identifizieren, medizinische Maßnahmen einzuleiten und die weitere Verbreitung einzudämmen. Mit Hochdruck entwickelt die Diagnostika-Industrie entsprechende Tests. Inzwischen stellen rund zehn Unternehmen Tests auf das Coronavirus her. Diese werden dem Gesundheitssystem über den normalen Weg des Inverkehrbringens (CE-Kennzeichnung), über eine nationale Sonderzulassung beim Bundesamt für Medizinprodukte und Arzneimittelsicherheit (BfArM) oder als Forschungsreagenzien zur Verfügung gestellt. Eine ausreichend große Zahl ärztlicher Labore kann in Deutschland das Virus detektieren. Bei Vorliegen einer entsprechenden Indikation erstatten die gesetzlichen Krankenkassen die Durchführung eines Labortests auf das Coronavirus. „Unsere Industrie ist darauf vorbereitet, Produktionskapazitäten hochzufahren, sollte dies durch einen deutlichen Anstieg der Testungen notwendig werden“, sagt Schmid. Die Unternehmen liefern Detektionsverfahren und Testkits in die betroffenen Gebiete aus – weltweit. Technologien wie das Next Generation Sequencing (NGS) haben Forschern die schnelle Charakterisierung und Einordnung des Coronavirus ermöglicht. Die Testkits der Diagnostika-Industrie enthalten u.a. zum Erbgut des Coronavirus passende Primer, die anhand der ursprünglichen Virusgenom-Sequenzierung abgeleitet wurden und die Diagnose von SARS-CoV-2 ermöglichen. Anhand von Speichel- oder Hustensekret der Patienten erfolgt die Testung auf den Erreger mit Hilfe der „real-time RT-PCR“. In Echtzeit können Forscher oder Mediziner noch während der laufenden Testung und in kürzester Zeit mithilfe fluoreszenzmarkierter PCR-Produkte erkennen, ob eine Kettenreaktion ausgelöst wird. Sie ist die Bestätigung, dass es sich tatsächlich um SARS-CoV-2 handelt. Der VDGH sichert bei der Bereitstellung von Reagenzien und Testgeräten eine enge Kooperation der Industrie mit den nationalen und internationalen Behörden zu.
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