Lungenkrebsoperation: Bessere Prognose für Frauen12. Juli 2021 © didesign – stock.adobe.com (Symbolbild) Studiendaten über einen möglichen Überlebensvorteil bei Frauen sowohl in chirurgischen als auch in nicht chirurgischen Kohorten von Patienten mit Lungenkrebs sind widersprüchlich. Die Unterschiede im Überleben nach Lungenkrebsoperationen könnten das Ergebnis einer unzureichenden Kontrolle der Unterschiede in den Risikofaktorprofilen bei Männern und Frauen sein. In einer aktuellen schwedischen Studie wurde untersucht, ob Frauen, die sich wegen Lungenkrebs einer Lungenresektion unterziehen, eine bessere Prognose als Männer aufweisen. Hierbei wurde eine Vielzahl prognostischer Faktoren berücksichtigt. Zur Analyse des geschlechtsspezifischen Überlebens nach Lungenresektionen bei Lungenkrebs wurde eine landesweite bevölkerungsbasierte Beobachtungs-Kohortenstudie in Schweden durchgeführt. Es wurden 6356 Patienten aus dem schwedischen Qualitätsregister für allgemeine Thoraxchirurgie identifiziert und mit Datensätzen aus anderen nationalen Gesundheitsdatenregistern verknüpft, um detaillierte Informationen zu Komorbidität, sozioökonomischem Status und Gesundheitsstatus zu erhalten. Die Gewichtung der inversen Wahrscheinlichkeit der Behandlung wurde verwendet, um Unterschiede in den Ausgangsmerkmalen zu berücksichtigen. Der Zusammenhang zwischen weiblichem Geschlecht und Gesamtmortalität wurde mit Cox-Regressionsmodellen bewertet. Zudem wurden flexible parametrische Überlebensmodelle verwendet, um die absoluten Überlebensunterschiede mit 95%-KIs abzuschätzen. Zudem wurden Unterschiede der „Restricted Mean Survival Time“ berechnet. Bei Frauen wurde im Vergleich zu Männern ein geringeres Sterberisiko beobachtet (HR 0,73; 95%-KI 0,67–0,79). Der absolute Überlebensunterschied nach 1, 5 und 10 Jahren betrug 3,0% (95%-KI 2,2–3,8), 10% (95%-KI 7,0–12) und 12% (95%-KI 8,5–15). Die „Restricted Mean Survival Time“ nach 10 Jahren betrug 0,84 Jahre (95%-KI 0,61–1,07). Die Ergebnisse waren über mehrere Subgruppen hinweg konsistent. Fazit Frauen, die sich einer Lungenresektion wegen Lungenkrebs unterzogen, hatten eine signifikant bessere Prognose als Männer. Der Überlebensvorteil zeigte sich unabhängig von Alter, häufigen Komorbiditäten, sozioökonomischem Status, Lebensstilfaktoren, körperlicher Leistungsfähigkeit, Art und Umfang der Operation, Tumorcharakteristika und Krankheitsstadium, so das Resümee der Autoren. (rl) Autoren: Sachs E. et al. Korrespondenz: Veronica Jackson; [email protected] Studie: Sex and Survival After Surgery for Lung Cancer: A Swedish Nationwide Cohort Quelle: Chest 2021;159(5):2029–2039. Web: https://doi.org/10.1016/j.chest.2020.11.010
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