Lupusnephritis: Einfacher Urintest könnte die Diagnose verbessern22. Oktober 2025 Foto: © gladkovphoto/stock.adobe.com Laut Forschern der University of Houston (USA) könnten Urinproben auf nicht invasive Weise auf Lupusnephritis hinweisen, ohne dass wiederholte und schmerzhafte Nierenbiopsien erforderlich sind. Eine Nierenbiopsie ist invasiv und umständlich und mit potenziellen Komplikationen wie Blutungen und Infektionen verbunden, erklärt eingangs der Studienleiter Chandra Mohan. Die Beurteilung einer Nierenbiopsie durch Pathologen sei subjektiv und weise erhebliche Abweichungen zwischen den Pathologen auf, fügt er hinzu. Daher würden dringend nicht invasive Biomarker benötigt, die histologische Aktivität und Chronizität bei Patienten mit Lupusnephritis präzise vorhersagen. Um Protein-Biomarker im Urin zu identifizieren, die Nierenschäden vorhersagen könnten, verwendete Mohans Team die Proteomik und analysierte insgesamt 1317 Urinproben, die zum Zeitpunkt der Biopsie von Personen mit Lupusnephritis gesammelt wurden. Die neuen Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Journal of Clinical Investigation“ veröffentlicht. Bedarf an nicht invasiven Biomarkern In dieser Studie stellten die Wissenschaftler fest, dass 57 verschiedene Proteine im Urin bei Probanden, deren Nieren stärkere Anzeichen aktiver Schäden aufwiesen, deutlich höher waren. Unter dem Mikroskop stellten sie anschließend fest, dass diese höheren Proteinwerte mit bestimmten Veränderungen wie Schwellungen der Blutgefäßzellen, abgestorbenem Gewebe und Ansammlungen geschädigter Zellen in Zusammenhang standen. Viele dieser Proteine stammten von Immunzellen und zeigten eine Entzündung in den Nieren. Andere gefundene Proteine wurden mit langfristiger Vernarbung der Nieren in Verbindung gebracht. „Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Ärzte durch die Messung bestimmter Proteine im Urin feststellen können, wie aktiv oder langwierig die Lupus-bedingte Nierenerkrankung einer Person ist, und den Gesundheitszustand der Nieren überprüfen können, ohne eine weitere Biopsie durchführen zu müssen“, resümiert Mohan. (ri/BIERMANN)
Mehr erfahren zu: "Lactobazillen als mögliche Therapie bei Diabetischer Nephropathie?" Weiterlesen nach Anmeldung Lactobazillen als mögliche Therapie bei Diabetischer Nephropathie? Der probiotische Stamm Lactobacillus rhamnosus CMU-pb-7 hat bei Ratten mit diabetischer Nephropathie eine signifikante renoprotektive Wirkung entfalten. Darüber berichten aktuell Wissenschaftler der Guangdong Medical University (China).
Mehr erfahren zu: "Calor-Liste: Mehr Therapiesicherheit bei Hitze" Calor-Liste: Mehr Therapiesicherheit bei Hitze Hitze ist mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden. Diese können durch bestimmte Medikamente zusätzlich verstärkt werden. Wissenschaftler des Forschungsprojektes ADAPT-HEAT haben daher eine Übersicht über hitzerelevante Medikamente sowie Hinweise zur sicheren Einnahme […]
Mehr erfahren zu: "Nierenfibrose: Verlust von endothelialem CPT2 begünstigt Progression" Weiterlesen nach Anmeldung Nierenfibrose: Verlust von endothelialem CPT2 begünstigt Progression Laut einer aktuellen US-Studie verringert der endothelspezifische Verlust von CPT2 die Verfügbarkeit von Acetyl-CoA. Das fördert Nierenschäden und fibrotische Umbauprozesse.