LWL stärkt psychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen22. Februar 2023 Grundsteinlegung für die neue Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie auf dem Gelände des LWL-Klinikums Gütersloh: (vorne v.l.) Prof. Martin Holtmann (Ärztlicher Direktor der LWL Universitätsklinik Hamm), Prof. Meinolf Noeker (LWL-Krankenhausdezernent), NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Norbert Morkes (Bürgermeister der Stadt Gütersloh), der Direktor des LWL, Dr. Georg Lunemann, Klaus Baumann (Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung), Dr. Daniel Napiralski-Rahn (Kaufmännischer Direktor der LWL-Universitätsklinik Hamm). (Bild: LWL/Eckhard Sallerman) Auf dem Gelände des LWL-Klinikums Gütersloh baut der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eine neue Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Am 17.2. wurde der Grundstein für den rund 16 Millionen Euro teuren Neubau unter anderem durch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann gelegt. “Hier wird ein Grundstein gelegt, mit dem ein großes Projekt beginnt, von dem ich überzeugt bin, dass es für eine gute Zukunft dieses Hauses und eine bedarfsgerechte, stimmige und wohnortnahe Versorgung von Kindern und Jugendlichen steht. Die Herausforderungen und Belastungen durch Pandemie, Krieg und Inflation haben nicht zuletzt auch für Kinder und Jugendliche stark zugenommen. Daher ist es umso wichtiger, dass bei der Bewältigung der psychischen und psychosozialen Belastungen die dafür notwendigen – auch stationären – Strukturen zur Stärkung der psychiatrischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen geschaffen werden”, sagte Laumann. Der Direktor des LWL, Dr. Georg Lunemann, betonte: “Wir unternehmen Gutes – diesem Ziel werden wir mit der neuen Klinik für Kinder und Jugendliche als weiterem Knotenpunkt im bestehenden Versorgungsnetz näherkommen. Wir wollen mit dem Neubau die gemeindenahe kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung sowie die Behandlung von jungen Menschen in Ostwestfalen-Lippe stärken und verbessern. Das neue Haus soll das bestehende tagesklinische sowie das Ambulanzangebot im Kreis Gütersloh sinnvoll ergänzen.” Hintergrund Für die 27 stationären Betten wird ein neues Haus auf dem Gelände des LWL-Klinikums Gütersloh in der Nähe der bereits bestehenden Tagesklinik in Richtung der Straße “Im Füchtei” errichtet. Der LWL rechnet mit einem Kostenvolumen von rund 16,1 Mio. Euro. In dem zweigeschossigen Neubau sollen eine Kinderstation mit zwölf Betten, eine Jugendstation mit 15 Betten, eine Eltern-Kind-Einheit mit Appartements sowie multifunktional nutzbare Räume für eine Psychiatrische Institutsambulanz untergebracht werden. Zur Beschulung der jungen Patientenen ist der Umbau des benachbarten, derzeit leerstehenden Hauses 60 des LWL-Klinikums Gütersloh zu einer Klinikschule geplant. Abgerundet wird das therapeutische Angebot im Gebäudeensemble durch die Errichtung einer Bewegungshalle für die Psychomotorik. In Gütersloh wurde die Psychomotorik von Prof. Ernst Kiphard sowie Dr. Helmut Hünnekens einst entwickelt, bevor sie, weltweit anerkannt und renommiert, in der LWL-Universitätsklinik Hamm weiterentwickelt wurde. “Dieses Angebot für Kinder und Jugendliche mit eigenen Räumlichkeiten an den ursprünglichen Entstehungsort zurückzubringen, ist eine besondere Freude für die Betriebsleitung”, sagte der Kaufmännische Direktor der LWL-Universitätsklinik Hamm, Dr. Daniel Napieralski-Rahn. Ambulante sowie stationäre kinder- und jugendpsychiatrische Behandlungen könnten so in enger Kooperation mit der Erwachsenenpsychiatrie in einem “bedarfsgerechten, modernen Baukörper und Ambiente” angeboten werden. “Das hat durchaus positive Auswirkungen auch auf die Art der neu hinzugekommenen Arbeitsplatzangebote, die wir hier im Kreis Gütersloh mit der neuen Kinder- und Jugendpsychiatrie schaffen”, betonte Napieralski-Rahn. Nach dem Baustart Anfang 2023 rechnet der LWL mit einer Bauzeit von rund 20 Monaten, also bis voraussichtlich Ende 2024, mit einer vollen Inbetriebnahme der Klinik wird im Frühjahr 2025 gerechnet.
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