Lymphome: Kombination mit Zytokin könnte CAR-T-Zellen besser „bewaffnen“

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Forschende der University of Pennsylvania entwickeln mit huCART19-IL18 eine verbesserte CAR-T-Zelltherapie, die Interleukin-18 freisetzt und bei therapierefraktären Lymphomen hohe Ansprechraten zeigt.

Bessere Wirkung dank Interleukin-18

Obwohl die CAR-T-Zelltherapie die Behandlung von Krebserkrankungen der B-Zell-Reihe revolutioniert hat, tritt bei vielen Patienten keine langfristige Remission ein. Forschende der University of Pennsylvania um Erstautor Dr. Jakub ­Svoboda haben deshalb ein neues CAR-T-Zellkonstrukt entwickelt, das zusätzlich das proinflammatorische Interleukin-18 sekretiert (huCART19 IL18) und damit den Tumor effizienter bekämpfen soll. Ihre Studie in der Fachzeitschrift „The New England Journal of Medicine“ zeigt bereits bei niedrigen Zelldosen eine Wirksamkeit.

Robuste Expansion beobachtet

Untersucht wurden die Sicherheit, Durchführbarkeit der Gabe und vorläufige Wirksamkeit von huCART19-IL18 bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Lymphom, die auf eine vorherige reguläre CD19-CAR-T-Zelltherapie nicht angesprochen hatten. Insgesamt erhielten 21 Patien­ten huCART19-IL18 in Dosen von 3 x 106–3 x 108 Zellen, die alle eine robuste Expansion der CAR-T-Zellen zeigten. Drei Monate nach der Infusion erreichten 81 % der Patienten eine CR oder PR (90 %-KI 62–93) und 52 % eine CR (90 %-KI 33–71). Bei einem medianen Follow-up von 17,5 Monaten (Spanne 3–34) betrug die mediane Ansprechdauer 9,6 Monate (90 %-KI 5,5 bis nicht erreicht).

Keine unerwarteten Nebenwirkungen

Dabei wurden keine unerwarteten Nebenwirkungen beobachtet. Allerdings trat bei 62 % der Patienten ein Zytokin-Freisetzungssyndrom (47 % mit Grad 1 oder 2) und bei 14 % ein Immuneffektorzell-assoziiertes Neurotoxizitätssyndrom (alle Grad 1 oder 2) auf. Damit ist das Sicherheitsprofil von huCART19-IL18 vergleichbar mit dem anderer CAR-T-Zelltherapien. (mkl)