Mahnmal für ausgebeutete Tiere3. Mai 2023 Von rechts: Margrit Vollertsen-Diewerge (AG Erlangen von ÄgT), Bildhauerin Monika Ritter, Dr. med. Rosmarie Lautenbacher Vorstandsmitglied von ÄgT), Dr. med. Christina Gerlach-Schweitzer (Mitglied des erweiterten Vorstands von ÄgT) und Dr. med. Andreas Ganz (Vorsitzender von ÄgT). Foto © Jonathan F. Kromer „Tiere haben Rechte“ steht auf dem neuen Denkmal, das Ende April an der Kirche „Kreuz & Quer“ in Erlangen aufgestellt wurde. Es steht für die Millionen Tiere, die weltweit durch den Menschen ausgebeutet werden, insbesondere in Tierversuchen. Mit behördlicher Genehmigung wurde von der Bildhauerin Monika Ritter ein Mahnmal geschaffen, das von der Arbeitsgruppe Erlangen des bundesweiten Vereins Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) initiiert und durch private Spenden finanziert wurde. Vorausgegangen war eine Ausschreibung in Zusammenarbeit von ÄgT und dem Kulturamt Erlangen für eine künstlerische Arbeit, die das Leiden der wehrlosen Lebewesen zeigt, doch zugleich der lebendigen Kreatur, ihrer Schönheit und Faszination, ein Denkmal setzt. So soll das Mahnmal zur Identifikation mit dem Dargestellten einladen. Aus sechs Bewerbern wählte eine sechsköpfige Jury den Entwurf von Monika Ritter aus. Das Kunstwerk aus kroatischem Kanfanar Stein zeigt einen Affen, der am Hals in einem sogenannten Primatenstuhl, wie er in der Hirnforschung benutzt wird, gefangen ist, einen Beagle, die am häufigsten in Tierversuchen verwendeten Hunderasse, ein Schwein hinter Gittern, vier Kaninchen, die wie in Zwangsapparaturen eingezwängt aus dem Stein schauen sowie zwei Meerschweinchen und schließlich eine Maus, die Tiere, die am häufigsten in Tierversuchen leiden und sterben. Am 29. April wurde die Skulptur an der zentrumsnah gelegenen Kirche Kreuz & Quer eingeweiht. Der Vorsitzende von ÄgT, Dr. med. Andreas Ganz, würdigte den Einsatz der Initiatorin und Leiterin der AG Erlangen des Vereins Margrit Vollertsen-Diewerge, der es gelungen war, dieses beeindruckende Symbol für eine bessere Welt für die Tiere Realität werden zu lassen. Zudem sprach Bundesverdienstkreuzträger Dr. jur. Eisenhart von Loeper zur Bedeutung des Tierschutzes durch die Aufnahme in das Grundgesetz. Das Denkmal für gequälte Tiere ist insofern einzigartig, als es von Anfang an mit behördlicher Genehmigung in öffentlichem Raum errichtet wurde. Eine als „Hamburger Stadtmusikanten“ bekannt gewordene Skulptur, die allen Opfern von Tierversuchen gewidmet ist, war 2021 von unbekannt aufgestellt worden und konnte erst im März 2023 einen genehmigten Platz finden.
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