MALDI-TOF MS an Hochschule Biberach gespendet26. Februar 2019 Tauschten sich über die Möglichkeiten des MALDI-TOF Massenspektrometers aus: Johannes Kadel und Gerold Schwarz (Bruker), Jan Feuser (BI) sowie Hans Kiefer und Jürgen Hannemann (HBC) (v.l.). Foto: Michael Kettel Die Unternehmen Boehringer Ingelheim und Bruker Daltonik haben der Hochschule Biberach (HBC) zur Identifizierung von Mikroorganismen ein MALDI-TOF Massenspektrometer inklusive Software im Wert von insgesamt fast 200.000 Euro gespendet. Boehringer Ingelheim nutzte das Gerät bisher in seinen Mikrobiologie-Laboren für die Spezies-Identifizierung von Mikroorganismen. Aufgrund der dort geltenden hohen Anforderungen für eine gute Herstellungspraxis (Good Manufacturing Practice, GMP) sei das Gerät hervorragend gewartet und somit – wenn auch nicht neuwertig – in sehr gutem Zustand, so Dr. Jan Feuser (Senior Associate Director Quality Biopharmaceuticals Germany), der die Spende mit Prof. Jürgen Hannemann aus der Fakultät Biotechnologie der HBC vereinbart hatte. Um die gemessenen Daten abgleichen zu können, bedarf es allerdings einer bestimmten Software. Auch hierfür konnte Hannemann aufgrund der guten Kontakte der Fakultät zu Unternehmen der Pharmabranche eine Kooperation vereinbaren. Der Hersteller des gespendeten MALDI-TOF Massenspektrometers, die Firma Bruker Daltonik, stellt der Hochschule die erforderliche Software zur Verfügung. Die Lizenz beinhaltet eine aktuelle Datenbank zur Differenzierung der Mikroorganismen. Damit sei es möglich, die Keime innerhalb von wenigen Minuten zu analysieren, erläutern die Firmenvertreter Dr. Gerold Schwarz und Dr. Johannes Kadel. Das vor rund zehn Jahren eingeführte System habe deshalb schnell Einzug in die klinische und biopharmazeutische Herstellungspraxis genommen, ergänzt Feuser, weshalb es für ein Unternehmen wie Boehringer Ingelheim wichtig sei, dass Absolventen der Biotechnologie mit der Technik vertraut sind. Prof. Hans Kiefer, Dekan der Fakultät Biotechnologie, dankte den Unternehmen und seinem Kollegen für die Bereitstellung des Analytikgerätes, das eine Ausbildung der Studierenden nach „State oft the Art“ ermögliche. Doch nicht nur in der Lehre der Bachelor- und Masterstudiengänge käme das Gerät zum Einsatz, auch für die wissenschaftliche Arbeit der Doktoranden am Institut für Angewandte Biotechnologie sei der Biotyper interessant. „Ohne Unterstützung der Unternehmen ist es der Hochschule Biberach kaum mehr möglich, moderne und damit kostenintensive Laborgeräte anzuschaffen und das ausgezeichnete Niveau in Lehre und Forschung zu erhalten“, so Dekan Kiefer, der den Unternehmen für ihre Spende dankte und sie gleichzeitig ermunterte, die Fakultät auch in der Zukunft zu unterstützen.
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