Manche Lungenwürmer sind auf Katzen spezialisiert9. September 2022 Junge Katzen scheinen schwerer zu erkranken (Symbolbild). Foto: © Pavel – pixabay.com Auch Katzen können von Lungenwürmern befallen werden. Die Lungenwurminfektionen bei Katzen geraten zunehmend in den Fokus von Tierärzten und Wissenschaftlern. Der häufigste Lungenwurm ist hier der sogenannte Katzenlungenwurm (Aelurostrongylus abstrusus). Infektionen können unbemerkt und ohne sichtbare Symptome ablaufen, betroffene Katzen können aber auch Nießen, Nasenausfluss und chronischen Husten bis hin zur Atemnot entwickeln. Dabei gilt offenbar: Je stärker der Wurmbefall, desto ausgeprägter die klinischen Symptome. Auch scheinen junge Katzen oder solche mit geschwächtem Immunsystem schwerer zu erkranken. Unentdeckte und somit nicht behandelte Infektionen können besonders problematisch sein, denn der Atmungstrakt kann im Verlauf der Infektion nachhaltig geschädigt werden. Tückisch ist: Die Krankheitsanzeichen ähneln anderen Erkrankungen der Atemwege. Daher fällt der Verdacht nicht immer gleich auf eine Lungenwurm-Infektion. Dabei scheint der Katzenlungenwurm weiter verbreitet als vermutet. Die Häufigkeit von Infektionen unterscheidet sich von Region zu Region – in einigen Bereichen Deutschlands wurden Raten von zehn bis 15 Prozent ermittelt. Untersuchungen von Katzen mit Atemwegssymptomen haben gezeigt, dass bei mehr als sechs Prozent der Patienten diese Symptome die Folge einer Lungenwurm-Infektion sind. Schnecken fungieren als Zwischenwirte Mögliche Ursache hierfür könnte eine zunehmende Verbreitung von Zwischen- und Transportwirten sein. Zudem werden Mensch und Tier immer mobiler, sodass sich mehr und neue Kontakte zwischen Tier und Erreger ergeben können. Und nicht zuletzt können verbesserte Diagnosemöglichkeiten dazu beitragen, einen Erreger häufiger aufzuspüren. Wie auch die Lungenwürmer des Hundes benötigt der Katzenlungenwurm Schnecken, um seine Entwicklung zu vollziehen. Die Lungenwurmlarven gelangen dann beim Spielen oder Jagen über einen sogenannten Transport- bzw. Stapelwirt, beispielsweise Mäuse oder Vögel, in den Körper der Katze. Daher sind primär freilebende Katzen mit Beutefangverhalten gefährdet. Zeigt eine Katze Atemwegssymptome, sollte sie auf jeden Fall dem betreuenden Tierarzt vorgestellt werden. Eine Lungenwurminfektion kann durch spezielle Kotuntersuchungen diagnostiziert werden. Eine regelmäßige Entwurmung mit Medikamenten, die auch gegen Lungenwürmer wirksam sind, schützt am besten vor einer Infektion mit A. abstrusus.
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