Matrixprotein Periostin: Biomarker für Polypen bei chronischer Rhinosinusitis25. Mai 2018 Foto: © StudioLaMagica – Fotolia.com Periostin im Serum eignet sich als Biomarker für die Belastung durch nasale Polypen bei chronischer Rhinosinusitis, so das Ergebnis einer aktuellen prospektiven Studie. Periostin ist ein extrazelluläres Matrixprotein, dessen Level bei Patienten mit chronischer Rhinosinusitis im sinonasalen Gewebe erhöht sind. Ziel einer aktuellen prospektiven Studie an einer Universitätsklinik war die Klärung der Frage, ob das Periostin im Serum als molekularer Biomarker für die Belastung durch nasale Polypen bei sinunasaler Erkrankung dienen kann. Hierzu wurden die Periostin-Level im Serum mittels ELISA (Enzyme-linked Immunosorbent Assay) in Blutproben von Patienten (n = 71) gemessen, bei denen eine Nebenhöhlen-Chirurgie aufgrund chronischer Rhinosinusitis notwendig war. Die Resultate wurden mit Proben von Kontrollprobanden (n = 62) verglichen. Die durchschnittlichen Periostin-Level waren bei den Patienten mit chronischer Rhinosinusitis im Vergleich zu den Kontroll-Probanden deutlich erhöht: 66,1 ng/ml (95 %-Konfidenzintervall 51,6–80,6) gegenüber 38,7 ng/ml (95 %-Konfidenzintervall 34,4–42,9). Darüber hinaus waren die Periostin-Level bei Patienten mit nasalen Polypen signifikant höher als bei den Probanden ohne Polypen: 94,8 ng/ml (95 %-Konfidenzintervall 67,3– 122,4) gegenüber 41,1 ng/ml (95 %-Konfidenzintervall 35,2–47,0). Die Periostin-Level korrelierten nicht mit dem Geschlecht der Patienten, mit dem Nikotinkonsum, einem durch die Einnahme von Aspirin verstärkten Krankheitsstatus, der oralen Einnahme von Kortikosteroiden innerhalb eines Monats nach OP, der Anwendung von Kortikoid-haltigem Nasenspray oder der Anzahl vorangegangener Nebenhöhlen-Operationen. Nach Ansicht der Autoren können die Periostin-Level im Serum als molekularer Biomarker für das Vorliegen von nasalen Polypen sowie als Indikator für Endotypen der chronischen Rhinosinusitis dienen. (am)
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