Max-Planck-Humboldt-Forschungspreis 2020 für epigenetische Forschung22. Oktober 2020 Roberto Bonasio erhält den diesjährigen Max-Planck-Humboldt-Forschungspreis. (© Stefanie Aumiller/MPG) Der Molekularbiologe Dr. Roberto Bonasio von der Universität Pennsylvania wird für seine Forschung im Bereich der Epigenetik mit dem mit 1,5 Millionen Euro dotierten Max-Planck-Humboldt-Forschungspreis geehrt. Der Preisträger wird am Universitätsklinikum Freiburg ein eigenes molekularbiologisches Labor aufbauen. Gemeinsam mit WissenschaftlerInnen um Prof. Marco Prinz, Ärztlicher Direktor des Instituts für Neuropathologie am Universitätsklinikum Freiburg, und Prof. Marc Timmers, Arbeitsgruppenleiter in der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Freiburg, im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung und am Deutschen Krebsforschungszentrum, will Bonasio die epigenetische Kontrolle von Umstrukturierungen des Gehirns genauer untersuchen. Als Studienobjekte dienen Bonasio Ameisen, an denen er untersucht, wie die epigenetische Regulierung von Genen das Verhalten und Aussehen von Individuen beeinflussen kann. Gemeinsam mit Prinz und Timmers will der Preisträger in einem eigens eingerichteten Labor die Umstrukturierung des Gehirns bei Individuen genauer untersuchen, die zwischen Arbeiterinnen- und Königinnenstatus wechseln. Diese Formbarkeit des Gehirns macht den Ansatz auch für Anwendungen beim Menschen interessant. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten nämlich für neurologische Erkrankungen wie Alzheimer relevant sein. Über den Preis Der Max-Planck-Humboldt-Forschungspreis ist mit 1,5 Millionen Euro dotiert und wird seit 2018 an eine Forscherin oder einen Forscher aus dem Ausland verliehen. Im Fokus sind Persönlichkeiten, die sich durch herausragendes Zukunftspotenzial auszeichnen, und an einem flexibel ausgestalteten Forschungsaufenthalt an deutschen Einrichtungen, vorzugsweise Hochschulen, Interesse haben. Das Preisgeld dient dazu, innovative und risikoreiche Forschung zu ermöglichen und neue Forschungsformate zu entwickeln. Diese Auszeichnung wird ergänzt durch 80.000 Euro als persönliches Preisgeld. Der Preis wird jährlich abwechselnd auf den Gebieten der Natur- und Ingenieurwissenschaften, der Lebenswissenschaften und der Geistes- und Sozialwissenschaften verliehen.
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