mCRPC: Bei BRCA-Mutation höheres Sterberisiko auch unter Radioligandentherapie13. Dezember 2024 Die PSMA*-gerichtete Radioligandentherapie mit Lutetium ist ein Hoffnungsträger bei mCRPC. Doch Patienten mit BRCA-Mutation haben auch hierbei schlechtere Chancen. Grafik: HTGanzo – stock.adobe.com Urologen um Erstautor Dr. Mike Wenzel vom Universitätsklinikum Frankfurt haben untersucht, welche Ergebnisse die Radioligandentherapie mit Lutetium-177 bei Patienten erzielt, die an einem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) mit Mutationen im BRCA-Gen oder in Tumorsuppressorgenen leiden. Die Studienautoren stützten sich auf die Datenbank des Klinikums für metastasierten Prostatakrebs (Frankfurt Metastatic Cancer Database of the Prostate, FRAMCAP). Von 194 Patienten mit mCRPC hatten 22% Mutationen in BRCA1/2, 14% in PTEN/TP53/RB1 und 63% hatten keine dieser Mutationen. Von den Patienten ohne Mutation hatten signifikant weniger einen Gleason-Score von 8–10 als unter den Patienten mit Mutationen. In Bezug auf die Erstlinientherapie konnten Wenzel und Kollegen keine Unterschiede beim progressionsfreien Überleben (PFS) zwischen den drei Gruppen ausmachen. Das mediane Gesamtüberleben (OS) unterschied sich jedoch mit 46,3 vs. 48,7 vs. 95,4 Monaten signifikant (p<0,05) zwischen Patienten mit BRCA-Mutation, PTEN/TP53/RB1-Mutationen und ohne solche Mutation. In univariaten Cox-Regressionsmodellen hatten BRCA-mutierte Patienten ein höheres Sterberisiko (Hazard Ratio 2,57; p<0,01), während dies bei PTEN/TP53/RB1-mutierten Patienten nicht der Fall war (p=0,4). Besonders interessierten sich die Wissenschaftler für die Outcomes von Patienten, die eine Radioligandentherapie mit PSMA*-gerichtetem Lutetium-177 erhielten. Bei 87 solcher Patienten konnten sie signifikante Unterschiede in PFS und OS beobachten (beide p≤0,02). In univariaten und multivariablen Cox-Regressionsmodellen hatten Patienten mit BRCA-Mutation ein höheres Sterberisiko, während Patienten mit PTEN/TP53/RB1-Mutationen ähnliche Ergebnisse erzielten wie Patienten ohne Mutation. (ms) *Prostatamembranspezifisches Antigen
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