Medizinische Fakultät Essen stärkt praktische Ausbildung von Studierenden

Joachim Fandrey (r.), Prodekan für Studium und Lehre der Medizinischen Fakultät der UDE, und Andreas Lahm, MPH, Chief Medical Officer und Lehrbeauftragter, MVZ OGPaedicums unterzeichneten den Kooperationsvertrag (Foto: Stephanie Herbstreit/Medizinische Fakultät der UDE)

Ab dem Wintersemester 2026/27 kooperiert die Fakultät offiziell mit dem MVZ OGPaedicum der Ortivity GmbH. Es wird mit sieben seiner ambulant tätigen Standorte an der Ausbildung von Essener Studierenden der Medizin in den Bereichen Chirurgie und Orthopädie teilnehmen.

Mit seinen Standorten Krefeld, Düsseldorf, Bochum, Castrop-Rauxel, Herten, Mülheim an der Ruhr und Oer-Erkenschwick ist das MVZ OGPaedicum als erste Facharztpraxis in der Rhein-Ruhr Region zertifizierte akademische Lehrstätte des universitätsmedizinischen Standorts Essen für den Fachbereich Orthopädie und Unfallchirurgie. Damit trägt das MVZ OGPaedicum dazu bei, die Verbindung von universitärer Lehre und medizinischer Praxis weiter zu stärken, vermeldet das Univesitätsklinikum Essen.

Gemeinsam für eine praxisnahe medizinische Ausbildung

Mit der Kooperation schaffe die Medizinische Fakultät für ihre Studierenden eine zusätzliche Möglichkeit, praktische Erfahrungen in verschiedenen medizinischen Versorgungssettings zu sammeln. Diese reichten von der Klinik über die öffentliche Gesundheitsversorgung bis hin zum niedergelassenen Bereich, heißt es weiter. Unter Anleitung erfahrener Ärztinnen und Ärzte können die Studierenden im klinischen Abschnitt so die im Studium erworbenen Kenntnisse anwenden und weiterentwickeln.

Einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichneten am 4. September 2026 Prof. Joachim Fandrey, Prodekan für Studium und Lehre der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen, und vonseiten des MVZ OGPaedicums Prof. Andreas Lahm, MPH, Chief Medical Officer und Lehrbeauftragter.

„Die Zusammenarbeit mit dem MVZ OGPaedicum schafft für unsere Studierenden zusätzliche und vielfältige Lernmöglichkeiten im klinischen Studienabschnitt. Der direkte Einblick in die ambulante Patientenversorgung ist ein wichtiger Bestandteil einer umfassenden medizinischen Ausbildung“, erklärte Prof. Stephanie Herbstreit, die am universitätsmedizinischen Standort Essen die Professur für Didaktik in der Chirurgie innehat. Und Fandrey ergänzte: „Mit der neuen Kooperation bauen wir unser Netzwerk akademischer Lehrstätten weiter aus. Damit profitieren unsere Studierenden von einem noch breiteren Spektrum an Ausbildungsorten und können unterschiedliche Versorgungsstrukturen und Behandlungssituationen von Patientinnen und Patienten kennenlernen.“

Prof. Marcel Dudda, der den Lehrstuhl für „Spezielle Unfallchirurgie“ innehat, betonte, dass es „im Rahmen der zunehmenden Ambulantisierung unabdingbar ist, den Studierenden Erfahrungen nicht nur im stationären Klinikbetrieb, sondern auch sektorenübergreifend in ambulanten Strukturen wie Praxis und MVZ zu ermöglichen.“ „Modernste Medizin bieten wir an unseren Standorten bereits an, die Kooperation mit der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen pflegen wir mit Erfolg auch schon seit zwei Jahren, aber durch die noch engere akademische Anbindung in Forschung und Lehre erwarten wir, nun die modernste operative und nicht operative Orthopädie und Traumatologie in der Region anbieten zu können“, erläuterte Lahm vom MVZ OGPaedicum. Dessen Geschäfsrührer, Dr. Johannes Brauckmann-Berger, ergänzte: „Die Kooperation mit dem universitätsmedizinischen Standort Essen ist ein weiterer Meilenstein dahin, mit unseren externen Partnern ein leistungsstarkes Netzwerk aufzubauen, das Orthopädie und Unfallchirurgie auf höchstem medizinischen Niveau bietet.“

Über die MVZ OGPaedicum: Die MVZ OGPaedicum ist Teil der Ortivity Group als bundesweiter Träger von Medizinischen Versorgungszentren, Praxen, ambulanten OP-Zentren sowie Fach- und Akutkrankenhäusern. Es bezeichnet sich als eines der führenden Zentren für Orthopädie und Unfallchirurgie mit bereits fast 40 Standorten und einer starken Präsenz in Nordrhein-Westfalen – verteilt auf derzeit 25 Städte.