Mehr als eine Million Euro für den wissenschaftlichen Nachwuchs13. August 2020 Foto: ©luchschenF – stock.adobe.com Ein Forschungskolleg am Universitätsklinikum Freiburg ermöglicht jungen ÄrztInnen die Weiterbildung zu KrebsforscherInnen. Die finanzielle Förderung erfolgt durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung. Wann bekämpft das Immunsystem Krebszellen, wann nicht? Wie lässt sich die körpereigene Immunabwehr stimulieren, um Tumore anzugreifen? Diesen Fragen gehen WissenschaftlerInnen im Bereich der Tumorimmunologie weltweit nach. Am Universitätsklinikum Freiburg ermöglicht seit 2017 ein Forschungskolleg jungen ÄrztInnen den Einstieg in das Forschungsfeld. Nun hat die Else Kröner-Fresenius-Stiftung zugesagt, das Kolleg für weitere drei Jahre mit insgesamt 1,2 Millionen Euro zu unterstützen. In der neuen Förderperiode werden sieben ÄrztInnen für je drei Jahre in das Forschungskolleg „Excellent Clinician Scientists in Freiburg – Education for Leadership: Immunological Causes and Therapies of Cancer“ (EXCEL) aufgenommen. Sie werden zeitweise vom Klinikbetrieb freigestellt und führen eigenverantwortlich Forschungsprojekte im Bereich Tumorimmunologie durch. „Mit dem Forschungskolleg ermöglichen wir jungen MedizinerInnen eine nachhaltige akademische Karriere im Spannungsfeld zwischen Klinik und Forschung“, sagt Prof. Heike Pahl, Sprecherin des Forschungskollegs und Sektionsleiterin in der Klinik für Innere Medizin I (Schwerpunkt: Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation) des Universitätsklinikums Freiburg. Fächerübergreifend forschen Die Mitglieder des Forschungskollegs arbeiten von Anfang an mit verschiedensten Fachbereichen zusammen und profitieren dadurch schneller von neuen Forschungserkenntnissen. „Eine solche Bündelung der Kräfte beschleunigt die Forschung und kommt letztlich unseren PatientInnen zugute“, sagt Ko-Sprecher Prof. Robert Thimme, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin II (Schwerpunkt: Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie) des Universitätsklinikums Freiburg. Am Universitätsklinikum Freiburg sind die Klinik für Innere Medizin I und II, die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, die Klinik für Strahlenheilkunde, die Klinik für Dermatologie und Venerologie sowie das Tumorzentrum Freiburg – CCCF beteiligt. Auch das Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg ist mit einem Projekt eingebunden. Eng in wissenschaftliche Strukturen eingebunden Bei der Bewilligung der Verlängerung lobten die GutachterInnen die ausgezeichnete Einbettung des Forschungskollegs in die klinisch-wissenschaftlichen Strukturen und das wissenschaftliche Umfeld am Standort Freiburg. Insbesondere in weitere Nachwuchsförderprogramme wie das Berta-Ottenstein-Programm der Medizinischen Fakultät für forschende ÄrztInnen und FachärztInnen, das Clinician-Scientist-Programm IMM-PACT für immunologische Forschungsprojekte sowie das Promotionskolleg MOTI-VATE sei sehr gut integriert. „Es ist für uns ein großes Glück, dass wir interessierten NachwuchswissenschaftlerInnen auf allen Stufen ihrer frühen akademischen Ausbildung Freiräume und akademisches Mentoring auf höchstem Niveau anbieten können“, freut sich Thimme.
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