Mehr Bornavirus-Fälle – Infektionsrisiko trotzdem gering

Die Feldspitzmaus gilt als natürliches Reservoir des Borna-Disease-Virus 1. (Symbolbild) Foto: creativenature.nl – stock.adobe.com

Fünf Todesfälle in Bayern: Warum das Gesundheitsministerium trotzdem von einem geringen Bornavirus-Risiko spricht – und welche Schutzmaßnahmen jetzt wichtig sind.

Auch wenn schon fünf Menschen in diesem Jahr nach einer Bornavirus-Ansteckung starben: Das Infektionsrisiko ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums weiter gering. „Es ist aber wichtig, dass die Menschen wissen, wie sie sich vor einer Ansteckung schützen können“, sagte Ministerin Judith Gerlach (CSU) nach einem Gespräch mit der Taskforce Infektiologie des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). 

LGL warnt vor Kontakt mit Feldspitzmäusen – Hygienemaßnahmen beachten

Das Bornavirus überträgt sich nicht von Mensch zu Mensch, sondern durch direkten oder indirekten Kontakt zu Feldspitzmäusen. Dies erfolgt beispielsweise über deren Ausscheidungen. Das LGL warnt deshalb vor einem Kontakt mit Spitzmäusen. Man solle sie nicht mit bloßen Händen anfassen. Beim Reinigen von Schuppen, Kellern oder Dachböden soll man Einweghandschuhe und eine Atemschutzmaske tragen. 

Die Krankheit ist selten, es gibt keine Impfung. In diesem Jahr sind bereits fünf Bornavirus-Fälle in Bayern registriert worden. Das sind drei mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Alle fünf Betroffenen starben nach Ministeriumsangaben.

Weiterführende Informationen

Infektionen mit dem BoDV-1

Sichere Entsorgung von toten Spitzmäusen, Mäusen & anderen Kleinsäugern

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NRL für Bornaviren | Friedrich-Loeffler-Institut

Vorkommen des Borna Disease Virus 1 bei Pferden und anderen Spezies – Biermann Medizin