Mehr Komplikationen nach Transplantation einer Niere von rauchenden Lebendspendern15. Oktober 2026 Ob die Nierentransplantation ein Erfolg wird, hängt im Fall von Lebendspenden auch vom Rauchstatus des Spenders ab. Symbolbild (KI-generiert): MST – stock.adobe.com Eine Studie von UC Davis Health in Sacramento (USA) hat ergeben, dass Empfänger einer Niere von einem Lebendspender mit Rauchgeschichte ein höheres Risiko für ein Transplantatversagen aufweisen. Bei Spendern, die das Rauchen aufgaben, waren die Ergebnisse besser als bei aktiven Rauchern. Ein Transplantatversagen, auch Transplantatverlust genannt, tritt ein, wenn die transplantierte Niere dauerhaft ihre Funktion einstellt. Das höchste Risiko bestand bei Patienten, deren Spender eine ausgeprägte Rauchgeschichte aufwiesen. Die neuen Erkenntnisse stammen aus einer der umfangreichsten Studien, die den Einfluss des Rauchens von Spendern auf die Ergebnisse von Nierentransplantationen untersucht haben. In der diesen Monat im Fachjournal „Kidney360“ veröffentlichten Studie analysierten Wissenschaftler die Daten von 88.490 Empfängern einer Lebendspende-Niere in den USA. Die Transplantationen fanden zwischen 2004 und 2022 statt; die Daten stammen aus der Datenbank des „Organ Procurement and Transplantation Network“. Die Forscher stellten fest, dass Empfänger von Nieren von Spendern mit jeglicher Form von Rauchen in der Vorgeschichte ein um 13 % höheres Risiko für einen Transplantatverlust (aus beliebigen Gründen) hatten als Empfänger von Nieren von Nichtrauchern. Zudem war die Rauchgeschichte des Spenders mit einer um 18 % erhöhten Wahrscheinlichkeit für eine akute Abstoßungsreaktion im ersten Jahr nach der Transplantation verbunden. Höheres Risiko bei starken Rauchern Die höchsten Risiken wurden bei Spendern mit einer Rauchbelastung von mehr als 20 Packungsjahren beobachtet. Ein Packungsjahr entspricht dem Konsum einer Schachtel Zigaretten pro Tag über einen Zeitraum von einem Jahr. Im Vergleich zu Empfängern von Nieren von Nichtrauchern hatten Empfänger von Organen starker Raucher ein 29 % höheres Risiko für Transplantatverlust, ein 24 % höheres Risiko für eine verzögerte Transplantatfunktion und ein 32 % höheres Risiko für eine akute Abstoßungsreaktion. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die Rauchgeschichte – insbesondere eine starke Rauchbelastung – bei der Eignungsprüfung und Beratung von Lebendspendern berücksichtigt werden sollte“, sagte Machi Kaneko McBee, Kindernephrologin bei UC Davis Health und Hauptautorin der Studie. „Gleichzeitig bleibt die Lebendspende-Transplantation eine äußerst vorteilhafte Behandlungsoption, und die Rauchgeschichte allein sollte einen ansonsten geeigneten Spender nicht automatisch ausschließen.“ Rauchaufgabe von Vorteil Die Studie ergab zudem, dass Nieren von ehemaligen Rauchern besser funktionierten als solche von aktiven Rauchern. Dies deutet darauf hin, dass ein Rauchstopp vor der Spende dazu beitragen kann, die Risiken einer Transplantation zu verringern. Die Dauer der Rauchabstinenz hatte jedoch keinen signifikanten Einfluss auf das langfristige Überleben des Transplantats. (ms/BIERMANN) Neue Zelltherapie soll transplantierte Organe gezielt schützen DIVI will Organspende nach kontrolliertem Herz-Kreislauf-Stillstand ermöglichen
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