Menopause: Eine Hormontherapie kann bei depressiven Symptomen helfen27. Februar 2024 Foto: © fizkes/stock.adobe.com Die Hormontherapie gilt bereits als die wirksamste Behandlungsoption für physiologische Wechseljahrs-Beschwerden. Eine neue Studie der North American Menopause Society, USA, ist eine der ersten, die nahelegt, dass die Therapie auch bei der Bewältigung depressiver Symptome helfen könnte. In einer neuen Studie der North American Menopause Society, USA, an der 170 Frauen teilnahmen, die in einer Klinik in Ontario, Kanada, in den Wechseljahren behandelt wurden, zeigte sich eine hohe Prävalenz von 62 Prozent der Teilnehmerinnen, die als „depressiv“ eingestuft wurden. Auch wenn diese Symptome nicht unbedingt den Schweregrad einer schweren depressiven Störung erreichen, können sie dennoch die Lebensqualität und die Beziehungen erheblich beeinträchtigen. Bislang ist die Wirksamkeit der Hormonbehandlung bei vasomotorischen Symptomen gut dokumentiert. Die Fähigkeit, stimmungsbezogene Symptome zu behandeln, ist jedoch weniger gut belegt. Diese neue Studie aus Kanada versucht, dieses Problem zu beheben. Die Ergebnisse der Studie werden online in „Menopause“, der Fachzeitschrift der Menopause Society veröffentlicht. Es wird vermutet, dass Hormoneinflüsse auf Neurotransmitter-Rezeptor-Bahnen, die die Stimmung während und nach dem Übergang zur Menopause regulieren, eine Rolle bei depressiven Symptomen spielen. Darüber hinaus legt die Domino-Theorie nahe, dass die Vielzahl an physiologischen Symptomen, die während der Wechseljahre auftreten, ebenfalls zu schlechten Stimmungen beitragen könnten. Signifikante Verbesserung der Symptome bei natürlicher Menopause Im Rahmen ihrer Studie versuchten die Forscher festzustellen, ob das Stadium der Menopause zu einem erhöhten Depressionsrisiko beiträgt. Es wurde jedoch kein Zusammenhang festgestellt, obwohl ein niedrigeres Bildungsniveau und ein jüngeres Alter einen direkten Zusammenhang zeigten. Die Zugabe von Gestagen zur Hormonbehandlung hatte keinen signifikanten Einfluss auf die Gesamtwirksamkeit. Darüber hinaus wurden bei Frauen, die eine natürliche Menopause durchmachten, signifikante Verbesserungen ihrer depressiven Symptome festgestellt, während bei Frauen, die eine iatrogene Menopause (chirurgisch oder durch Chemotherapie) durchmachten, keine vergleichbaren Verbesserungen zu verzeichnen waren. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse kamen die Forscher zu dem Schluss, dass eine Hormonbehandlung – unabhängig davon, ob sie allein oder in Verbindung mit Antidepressiva durchgeführt wird – nicht nur physiologische Beschwerden, sondern auch depressive Symptome verbessern kann, die häufig mit den Wechseljahren einhergehen. „Diese Studie hat gezeigt, dass sich eine Hormontherapie positiv auf die Stimmungslage in den Wechseljahren auswirkt, wenn sie allein eingesetzt wird, und dass sie einen synergistischen Effekt hat, wenn sie in Kombination mit Antidepressiva eingesetzt wird. Sie unterstreicht auch die hohe Prävalenz von Gemütssymptomen während dieser Übergangsphase und die Notwendigkeit, die Symptome von Frauen ganzheitlich anzugehen, anstatt sich nur auf die Behandlung von Hitzewallungen zu konzentrieren“, betont Dr. Stephanie Faubion, medizinische Leiterin der Menopause Society.
Mehr erfahren zu: "Neue Ultraschallmethode erleichtert die Messung des Plazentavolumens" Neue Ultraschallmethode erleichtert die Messung des Plazentavolumens Eine neue 2D-Ultraschallmethode ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Abschätzung des Plazentavolumens. Die Ergebnisse stimmen nahezu mit dem bisherigen 3D-Goldstandard überein und könnten die Früherkennung von Risikoschwangerschaften verbessern.
Mehr erfahren zu: "Qualitätsmonitor: Immer mehr komplexe Operationen in immer weniger Kliniken" Qualitätsmonitor: Immer mehr komplexe Operationen in immer weniger Kliniken Die Einführung und die Anhebung von Mindestmengen für bestimmte Operationen haben zu einer weiteren Reduzierung der an der Versorgung beteiligten Krankenhaus-Standorte und zu einer signifikanten Erhöhung der durchschnittlichen Fallzahlen in […]
Mehr erfahren zu: "Schwangerschaft zeigt künftiges kardiometabolisches Risiko auf" Schwangerschaft zeigt künftiges kardiometabolisches Risiko auf Eine Studie zeigt, dass ungünstigere Werte der kardiovaskulären Gesundheit während der Schwangerschaft – auch bei ausbleibenden Komplikationen – mit einem höheren Risiko für kardiometabolische Erkrankungen nach der Entbindung assoziiert sind.