Menschen mit Demenz besser pflegen und begleiten17. September 2021 Foto: ©pikselstock – stock.adobe.com Welche Bedürfnisse und Wünsche können je nach Stadium der Krankheit gemeinsam mit Angehörigen umgesetzt werden? Diesen und anderen Fragen widmet sich das Projekt „PraWiDem – Pflegepraxis und Wissenschaft zum Thema Demenz“ des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Universitätsmedizin Halle (Saale). Zu Beginn der Demenz sind die Betroffenen weitgehend unabhängig. Werden sie pflegebedürftig, stellt das Pflegende und Angehörige vor vielfältige Herausforderungen. Alltagspraktische Dinge fallen oft schwer und die Kommunikation mit Menschen mit Demenz erfordert großes Einfühlungsvermögen. Zum Thema Demenz sei in den vergangenen Jahren viel geforscht worden, die Ergebnisse mündeten jedoch weder in relevantem Ausmaß noch zeitnah in die Pflegepraxis ein, erklärt die Projekt-Koordinatorin und Pflegewissenschaftlerin Dr. Anja Bieber. „Mit dem sogenannten ‚Living Lab Demenz Ansatz‘ bringen wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Praxisvertreterinnen und -vertreter in eine enge Kooperation und versuchen, die Fragen rund um die Pflege von Menschen mit Demenz praxisnah und aktuell zu bearbeiten“, erklärt Bieber. Dieses Konzept des Wissenschafts-Praxis-Transfers stammt aus den Niederlanden, ist dort bereits erprobt und soll nun im Zuge von „PraWiDem“ an die Thematik Demenz angepasst werden. Das Projekt wird im Rahmen der Nationalen Demenzstrategie vom Bundesministerium für Gesundheit über drei Jahre gefördert. Der Standort Halle erhält Fördermittel in Höhe von 326.000 Euro. Das Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Universitätsmedizin Halle leitet das Projekt im Verbund mit zwei wissenschaftlichen Kooperationspartnern: der Universität zu Köln und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Zudem sind die Paul-Riebeck-Stiftung in Halle für die stationäre Pflege und das Diakonissenhaus Zion Aue im Erzgebirge für die ambulante Pflege sowie die Städtischen Seniorenheime Krefeld Teil des Verbundprojekts.
Mehr erfahren zu: "Kegelschneckengift: Neues schmerzstillendes Peptid für die subkutane Anwendung identifiziert" Kegelschneckengift: Neues schmerzstillendes Peptid für die subkutane Anwendung identifiziert Ein internationales Forschungsteam hat das Peptid AoIA aus dem Gift einer Kegelschnecke untersucht. In einem Tiermodell verringerte es nach subkutaner Injektion entzündungsbedingte Schmerzen deutlich. Damit könnte es eine schonendere Anwendungsoption […]
Mehr erfahren zu: "Wie die Haut warm und kalt unterscheidet" Wie die Haut warm und kalt unterscheidet Nur eine Gruppe von Thermorezeptoren der Haut nimmt sowohl Kälte als auch Wärme wahr. Das berichtet ein Team vom Max Delbrück Center in „Neuron“. Die Studie stellt frühere Annahmen zum Temperaturempfinden […]
Mehr erfahren zu: "Was Zweisprachigkeit über unser Gehirn verrät" Was Zweisprachigkeit über unser Gehirn verrät Anlässlich des Welttags des Gehirns am 22. Juli erklärt Prof. Patric Meyer von der SRH University, wie sich Zweisprachigkeit auf das Gehirn auswirkt und welche Rolle das Erlernen einer Fremdsprache […]