Menthol, ultraleicht, filterlos? Studie untersucht Nikotinabhängigkeit16. März 2021 © Nopphon – stock.adobe.com In einer neuen Veröffentlichung haben Wissenschaftler untersucht, ob im Rahmen eines Lungenkrebs-Screenings ein Zusammenhang des von Probanden konsumierten Zigarettentyps mit der Nikotinabhängigkeit zu beobachten ist. Bei der kürzlich veröffentlichten Studie handelt es sich um eine Sekundäranalyse des Armes des American College of Radiology Imaging Network innerhalb des National Lung Screening Trial. Die Tabakabhängigkeit wurde unter Verwendung des Fagerström-Tests auf Nikotinabhängigkeit, den Heaviness of Smoking Index und der Zeit ermittelt, die verging, bis die Probanden am Tag nach der ersten Zigarette griffen. Die klinischen Outcomes, einschließlich Nikotinabhängigkeit und Tabakabstinenz, wurden mit deskriptiven Statistiken und c2-Tests bewertet, die nach dem Teergehalt der Zigaretten, deren Geschmacksrichtung und der Nutzung eines Filters stratifiziert waren. Anhand einer logistischen Regression wurde der Einfluss von Variablen auf die Rauchabstinenz untersucht. Die Wissenschaftler stellten fest, dass über ein Drittel der Personen, die sich für ein Lungenkrebs-Screening vorstellen, stark nikotinabhängig und nach dem Rauchen süchtig waren und innerhalb von 5 min nach dem Aufwachen Zigaretten konsumierten. Raucher von ungefilterten Zigaretten waren im Vergleich zu Konsumenten von Filterzigaretten stärker nikotinabhängig (OR 1,32; p<0,01). Obwohl Raucher von leichten/ultraleichten Zigaretten eine geringere Abhängigkeit aufwiesen (OR 0,76; p<0,0001), stellten die Wissenschaftler keinen Unterschied in der Rauchabstinenz im Vergleich zu Konsumenten von Zigaretten mit normalem Teergehalt fest. Außerdem beobachteten die Studienautoren keinen Unterschied in den Ergebnissen beim Vergleich von Personen, die Mentholzigaretten rauchten, mit Konsumenten von nicht aromatisierten Zigaretten. Fazit In der Screening-Population war die Art der gerauchten Zigarette mit unterschiedlichen Abhängigkeitsgraden verbunden. Die Ermittlung des Zigarettentyps und der Zeit bis zur ersten Zigarette könne in diesem Zusammenhang maßgeschneiderte Interventionen zur Tabakbehandlung ermöglichen, so die Studienautoren. (ac) Autoren: Tanner NT et al. Korrespondenz: Nichole T. Tanner; [email protected] Studie: Association of Cigarette Type and Nicotine Dependence in Patients Presenting for Lung Cancer Screening Quelle: Chest 2020;158(5):2184–2191. Web: https://doi.org/10.1016/j.chest.2020.05.608 Registrieren Sie sich hier einfach kostenlos für den wöchentlichen Newsletter.
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