Metaanalyse: Monotherapie der Onychomykose

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Onychomykose ist für etwa 50 % aller Nagel­erkrankungen verantwortlich ist. Eine aktuelle Studie untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit von Monotherapien und Kombinationstherapien zur Behandlung von Onychomykosen der Zehennägel.

Ergebnisse zu Wirksamkeit und Sicherheit wurden mithilfe von Zufallseffekten im Rahmen einer Netzwerk-Metaanalyse verglichen. Von 77 randomisierten und kontrollierten Studien konnten 26 (8136 Patienten) in die Auswertung einbezogen werden. Die Berechnungen zur relativen Wirksamkeit ergaben, dass kontinuierliche mykologische Therapien mit 250 mg Terbinafin oder 200 mg Itraconazol signifikant wirksamer sind als topische Behandlungsansätze.

Fluconazol, Pulstherapien mit Terbinafin oder Itraconazol sowie topische Therapien unterschieden sich nicht signifikant hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, eine mykologische Clearance zu erreichen. Die Chancenverhältnisse für Nebenwirkungen, die bei systemischen oder topischen Behandlungen auftreten können, unterschieden sich nicht signifikant. Hinsichtlich der mykologischen Behandlungsergebnisse war der Evidenzgrad mittel- bis hochwertig, bezüglich der Nebenwirkungen von niedriger bis hoher Qualität.

Die Chancenverhältnisse für Nebenwirkungen, die bei systemischen oder topischen Behandlungen auftreten können, unterschieden sich nicht signifikant. Fazit: Topische Behandlungen sind weniger effektiv als systemische, systemische hingegen von kürzerer Dauer. Systemische Ansätze bergen im Falle von konkomitierenden Medikationen das Risiko von Wirkstoffinteraktionen oder immunsuppressiven Effekten. (am)