MicroRNA stimuliert im Tierversuch Haarwachstum in Haarfollikel-Stammzellen

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Forschende der Northwestern Medicine in Chicago (USA) haben herausgefunden, dass die Stammzellen der Haarfollikel im Alter steif werden und so das Haarwachstum erschwert ist. Werden die Stammzellen  jedoch wieder aufgeweicht, ist es wahrscheinlicher, dass sie erneut Haare produzieren.

In einer Studie mit Mäusen konnten die Forschenden die Stammzellen weich machen, indem sie die Produktion der microRNA-205 (miR-205) ankurbelten. Als die Forschenden die Stammzellen genetisch so veränderten, dass sie mehr miR-205 produzierten, förderte dies das Haarwachstum bei jungen wie auch bei alten Mäusen innerhalb weniger Tage.

„Innerhalb von 10 Tagen begannen die Haare zu wachsen”, so der korrespondierende Autor Rui Yi, Paul E. Steiner Research Professor of Pathology und Professor für Dermatologie an der Northwestern University Feinberg School of Medicine.

„Es handelt sich nicht um neue Stammzellen, die erzeugt werden. Wir stimulieren die vorhandenen Stammzellen zum Haarwachstum. Häufig sind zwar noch Stammzellen vorhanden, aber sie sind möglicherweise nicht in der Lage, Haare zu bilden“, so Prof. Rui Yi von der Northwestern University Feinberg School of Medicine. „Unsere Studie zeigt, dass es möglich ist, das Haarwachstum durch Regulierung der Zellmechanik zu stimulieren. Da es möglich ist, microRNA mithilfe von Nanopartikeln direkt in die Haut einzubringen, werden wir als Nächstes testen, ob topisch verabreichtes miR-205 das Haarwachstum zunächst bei Mäusen stimulieren kann. Im Erfolgsfall werden wir Experimente konzipieren, um zu testen, ob diese microRNA das Haarwachstum möglicherweise auch beim Menschen fördern kann.“