Mikro-Computertomografie für die Forschung16. November 2017 Mitarbeiter des Biomateriallabors bei der Auswertung eines µCT-Scans Foto:© Biomateriallabor der HNO-Klinik/ UKJ Mediziner, Biologen und Materialforscher diskutieren in einem Workshop am 22. November im Jenaer Universitätsklinikum die Grundlagen und Anwendung hochauflösender Mikro-Computertomografie für biomedizinische und biologische Fragestellungen. Parallel zu ihrer großen Schwester, der Computertomografie als Standardverfahren in der klinischen Diagnostik, hat sich die Mikro-Computertomografie (µCT) in den vergangenen zwei Jahrzehnten als wichtiges Bildgebungsverfahren für die Materialentwicklung und -prüfung etabliert. Sie arbeitet nach demselben Prinzip wie die CT-Röhre in der Klinik, aber mit wesentlich größerer Auflösung. „Die µCT-Technik liefert dreidimensionale Bilder in Mikrometerauflösung von Materialproben und Geweben, ohne diese zu zerstören“, beschreibt Priv.-Doz. Dr. Gerlind Schneider, Oberärztin an der HNO-Klinik und Leiterin des Forschungslabors Biomaterialien des Jenaer Uniklinikums den wesentlichen Vorteil des Verfahrens für die Biomaterialforschung. Gemeinsam mit Priv.-Doz. Dr. Jörg Bossert vom Otto-Schott-Institut für Materialforschung der FSU organisiert sie zum vierten Mal einen Workshop am 22. November, der sich den Grundlagen und Anwendungen der Mikro-Computertomografie widmet. Von der Durchführung bis zur Datenanalyse Die Themen der Fachbeiträge reichen von der Kontrastmittelgabe zur Bildgebung von Blutgefäßen über die Datenanalyse von Scans, die der Untersuchung von Körperbau und -funktion wirbelloser Tiere dienen, bis hin zur Simulation von Strömungen in Schwämmen auf der Basis von µCT-Daten. µCT-Scan: Implantat im Knochen (Tiermodell) Quelle: Biomateriallabor der HNO-Klinik/ UKJ. „In unserem Biomateriallabor setzen wir die Mikro-CT-Technik ein, um im Tiermodell das Einwachsverhalten von Implantatmaterial in den Knochen longitudinal zu verfolgen“, so Gerlind Schneider. Die etwa 80 Workshop-Teilnehmer aus Forschungseinrichtungen, Kliniken und der Industrie erwartet ein intensiver Erfahrungsaustausch zur Probenvorbereitung, Durchführung der Scans und den Möglichkeiten der Datenauswertung der Mikro-CT-Technik. Die Veranstaltungsreihe soll den Anwendern und Anbietern dieser speziellen Technik eine Plattform für Wissenstransfer und gemeinsame Forschungsaktivitäten bieten. Terminhinweis: 4. Jenaer μCT-Workshop 22.11. 2017, ab 12.00 Uhr, Hörsaal II, Universitätsklinikum Jena Am Klinikum 1, 07747 Jena
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