Mikronährstoffmangel: Zum Zeitpunkt einer Zöliakiediagnose häufig25. Juni 2019 Foto: © Stockwerk-Fotodesign/Adobe Stock Ein Mangel an Mikronährstoffen wie der Vitamine B12 und D sowie Folsäure, Eisen, Zink und Kupfer kommt bei Erwachsenen zum Zeitpunkt der Diagnose einer Zöliakie häufig vor. Laut einer Studie von Forschern der Mayo Clinic sollte auch zu diesem Zeitpunkt versucht werden, diese Mängel auszugleichen. Die retrospektive Studie an 309 Erwachsenen, bei denen in den Jahren 2000 bis 2014 in der Mayo Clinic eine Zöliakie neu diagnostiziert wurde, ergab auch, dass ein geringes Körpergewicht und Gewichtsverlust, die häufig mit Zöliakie in Verbindung assoziiert sind, weniger häufig zu beobachten waren. Ein Gewichtsverlust wurde nur bei 25,2 Prozent der Patienten festgestellt, und im Hinblick auf den durchschnittlichen Body-Mass-Index wurde die betreffenden Patienten als übergewichtig eingestuft. Die Studie erscheint in der Juli-Ausgabe von „Mayo Clinic Proceedings.“ „Es war etwas überraschend, die Häufigkeit von Mikronährstoffmängeln bei dieser Gruppe neu diagnostizierter Patienten zu sehen, da sie weniger Symptome einer Malabsorption aufwiesen“, sagt Dr. Adam Bledsoe, vom Rochester-Campus der Mayo Clinic. Basierend auf jüngsten Daten liegt die Prävalenz der Zöliakie in den USA bei einer von 141 Personen. Dabei ist die Prävalenz in den vergangenen 50 Jahren gestiegen. „Unsere Studie legt nahe, dass sich die Darstellung von Zöliakie im Vergleich zu klassischem Gewichtsverlust, Anämie und Durchfall verändert hat, wobei immer häufiger Patienten mit nicht klassischen Symptomen diagnostiziert werden“, unterstreicht Bledsoe, Hauptautor der Studie. „Mikronährstoffmängel treten bei Erwachsenen jedoch weiterhin häufig auf und sollten untersucht werden.“ Die Beurteilung sollte Vitamin D, Eisen, Folsäure, Vitamin B12, Zink und Kupfer umfassen. Zinkmangel wurde laut Studie am häufigsten bei Diagnosen beobachtet, wobei 59,4% der Patienten einen Mangel aufwiesen. Weitere Mängel bestanden im Hinblick auf Eisen, Vitamin D, Kupfer, Vitamin B12 und Folsäure. Die Nährstoffmängel haben potenzielle gesundheitliche Auswirkungen, jedoch blieben in dieser retrospektiven Studie die klinischen Auswirkungen unklar. „Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um die Auswirkungen der Mängel, optimale Supplementierungsstrategien und Nachbeobachtungsmaßnahmen besser zu definieren“, sagt Bledsoe.
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