Mineralocorticoidrezeptor-Antagonisten bei Patienten mit Erhaltungsdialyse: Kaum Einfluss auf kardiovaskuläre Mortalität

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Der Zusammenhang zwischen Mineralocorticoidrezeptor-Antagonisten und kardiovaskulären Ereignissen bei Patienten mit Nierenversagen und Dialyse ist Thema einer aktuellen „The Lancet“-Studie aus Kanada.

In ihrer Studie berichten die Forscher, dass die Medikamentengruppe in dieser Patientenpopulation kaum oder gar keinen Einfluss auf die kardiovaskuläre Mortalität hat.

Bezüglich der Wirkungen steroidaler Mineralocorticoid-Rezeptor-Antagonisten bei Dialysepatienten existieren keine ausreichenden Informationen. Das gilt auch für nichtsteroidale Mineralocorticoid-Rezeptor-Antagonisten. Nach Meinung der Autoren mussten zukünftige Studien in ihrem Design die Wahrscheinlichkeit berücksichtigen, dass nur geringfügige Auswirkungen auftreten.

Analyse von über 4600 Teilnehmern

Für ihren systematischen Review nutzten die Forscher die Datenbanken MEDLINE, Embase, das Cochrane Central Register of Controlled Trials und den Cumulative Index to Nursing and Allied Health Literature. Sie durchsuchten diese nach randomisierten kontrollierten Studien, die bis zum 18.03.2025 veröffentlicht worden waren.

Dabei schlossen sie alle Studien ein, in denen ein Mineralocorticoidrezeptor-Antagonist mit Placebo oder der Standardbehandlung bei Erwachsenen unter Erhaltungsdialyse verglichen wurde. Studien, die keine Ergebnisse von Interesse berichteten (kardiovaskuläre Mortalität, Krankenhausaufenthalte aufgrund von Herzinsuffizienz, Gesamtmortalität, Krankenhausaufenthalte aufgrund aller Ursachen, Hyperkaliamie, Gynakomastie, Brustschmerzen oder Hypotonie), schlossen die Experten aus.

Letztendlich nahmen sie 19 Studien zu steroidalen Mineralocorticoid-Rezeptor-Antagonisten mit insgesamt 4675 Teilnehmern in ihre Analyse auf. Als primären Endpunkt untersuchten sie die kardiovaskulare Mortalität.

Risikoreduktion beobachtet

In vier Studien mit geringer Verzerrung traten 264 kardiovaskuläre Todesfälle bei 1785 Patienten in der Mineralocorticoid-Rezeptor-Antagonisten-Gruppe auf, verglichen mit 276 von 1777 Patienten in der Kontrollgruppe. Das führte zu einer absoluten Risikoreduktion von einem Ereignis weniger pro 1000 Patienten pro Jahr.

(jh)